Kartoffelmarkt: Inlandsabsatz auf unverändertem Niveau

Exporte auf Sparflamme - Erzeugerpreise weiterhin stabil.

Wien, 11. März 2015 (aiz.info). - Der Kartoffelabsatz läuft im Inland weiterhin auf konstantem Niveau. Den Vermarktern wird die Ware laufend bedarfsdeckend angeboten. Auch die zweigeteilte Absatzsituation bleibt aufrecht: Auf der einen Seite erfolgt die kontinuierliche Vermarktung in Bezug auf Preis und Menge im Inland, andererseits können trotz tiefem Preisniveau kaum Verkaufsmöglichkeiten im Export genutzt werden, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Auch wenn einzelne Sorten in Österreich rarer werden, scheinen angesichts der EU-weit guten Versorgung langfristig dennoch kaum Impulse für einen Anstieg der Erzeugerpreise vorhanden. Weiterhin sollte zügig vermarktet werden, da jeder Versorgungsengpass mit österreichischer Ware Importen französischer Ware Tür und Tor öffnen würde, raten die Experten. Die Erzeugerpreise für mittelfallende Ware bewegen sich weiter zwischen 8 und 10 Euro je 100 kg. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich 12 Euro bezahlt. Nachdem im Burgenland die Kartoffellegearbeiten bereits im Gange sind, dürften diese Woche auch in Niederösterreich die ersten Saatknollen in die Erde kommen. Aus dem Saatgutverkauf wird geschlossen, dass der Kartoffelanbau in diesem Jahr etwas eingeschränkt worden sein dürfte. Die Notfallzulassung des Pflanzenschutzmittels Goldor Bait hat daran wenig geändert.

Anders als noch in der Vorwoche angenommen, dürften auch in den Niederlanden die Kartoffelvorräte umfangreicher sein und leicht über dem 5-Jahresschnitt liegen. Aus Frankreich wird ebenfalls von sehr gut gefüllten Lägern berichtet, für deren Abbau noch erhebliche Exporte notwendig sind. Bisher laufen die Ausfuhren zwar stetig, es fehlt aber über die Stammkunden hinaus an Abnehmern.