Kartoffelmarkt: Inlandsnachfrage dürfte in den kommenden Tagen anziehen

Abgabebereitschaft der Landwirte unverändert hoch - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 3. Dezember 2014 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt startet ohne große Veränderungen in den Dezember. Der Inlandsabsatz läuft derzeit stetig auf saisonüblichem Niveau. Mit dem nahenden Weihnachtsfest dürfte die Inlandsnachfrage entsprechend anziehen. Exporte werden weiterhin in überschaubaren Umfang und auf einer niedrigen Preisbasis getätigt. Oft werden aber auch Anfragen außerhalb der EU wegen des hohen Qualitätsrisikos nicht bedient. Auf der Angebotsseite bleibt die Abgabebereitschaft der Landwirte unverändert hoch. Qualitätsprobleme und Sorgen um Lagerverluste spielen hier eine bedeutende Rolle, berichtet die Marktabteilung der LK NÖ.

Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau, daran dürfte sich heuer auch kaum mehr etwas ändern. In Niederösterreich und der Steiermark wird die feldfallende Rohware weiterhin um 7,- bis 8,- Euro je 100 kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich 12,- Euro bezahlt.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt ist nach wie vor von einem umfangreichen Angebot geprägt. Von der Absatzseite gibt es keine Impulse. Die Inlandsnachfrage bleibt ruhig und auch die Exporte laufen auf Sparflamme. Immer wieder wird von kleineren Verkäufen nach Polen berichtet. Noch immer sind nicht alle provisorischen Lager geräumt. Einige Kartoffelbestände sind inzwischen qualitätsbedingt nicht mehr vermarktungsfähig. Bei den Erzeugerpreisen gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Zu Wochenbeginn wurden meist zwischen 5,- und 8,- Euro je 100 kg bezahlt.