Kartoffelmarkt: Abgabebereitschaft der Landwirte bleibt rege

Inlandsnachfrage überschaubar - Erzeugerpreise stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 24. Oktober 2017 (aiz.info). - Stabile Verhältnisse prägen derzeit den österreichischen Speisekartoffelmarkt. Die Ernte ist mittlerweile eingebracht und die Abgabebereitschaft der Landwirte bleibt, angesichts des im internationalen Vergleich relativ hohen Preisniveaus, rege. Die Lager bei den Händlern sind trotz der unterdurchschnittlichen Erntemenge entsprechend gut gefüllt. Absatzseitig gibt es keine neuen Impulse. Die Inlandsnachfrage ist nach den Aktionsverkäufen des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin überschaubar. Im Export gibt es angesichts der aktuell günstigen Offerte europäischer Mitbewerber momentan kaum Vermarktungsmöglichkeiten.

Die Erzeugerpreise können sich auf dem Vorwochenniveau behaupten. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware unverändert 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro zu erzielen. Aus Oberösterreich werden stabile Preise von 25 Euro/100 kg genannt, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

In weiten Teilen Deutschlands haben sich die Rodebedingungen in der vergangenen Woche wieder verbessert und die Erntearbeiten gehen vielerorts zügiger voran. Im Norden der BRD halten die Nässeprobleme jedoch weiter an. Hier wächst die Befürchtung, dass einzelne Flächen gar nicht mehr gerodet werden können. Mit dem Erntefortschritt steigen auch die Angebotsmengen am Markt. Die Aktionen im Lebensmittelhandel sind vielerorts bereits abgeschlossen und der Inlandsabsatz läuft entsprechend ruhig wie auch unspektakulär. Die Erzeugerpreise tendieren meist stabil bis leicht schwächer. Der Bundesdurchschnitt lag zuletzt bei 10,50 bis 11,20 Euro/100 kg.