Kartoffelmarkt: Lager der Landwirte dürften bald geleert sein

Erzeugerpreise stabil - Exporte auf Sparflamme.

Wien, 29. April 2015 (aiz.info). - Die österreichische Speisekartoffelsaison 2014/15 geht schön langsam zu Ende. Viele Landwirte haben ihre Vermarktung bereits abgeschlossen. In den nächsten Tagen dürften die restlichen Bauernlager geräumt werden beziehungsweise sind diese fix reserviert. Der Lebensmitteleinzelhandel wird dann vorrangig durch die angelegten Läger bei den Händlern versorgt. Die Vorräte dürften ausreichend sein, um einen nahtlosen Übergang zur neuen Ernte zu gewährleisten, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Nachfrageseitig gibt es keine Besonderheiten. Der Inlandsabsatz läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau. Im Lebensmittelhandel nimmt der Anteil an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum langsam zu. Der Absatz von Lagerware wird davon aber bislang kaum beeinträchtigt. Exporte sind nur mit entsprechenden Preiszugeständnissen möglich. Die Erzeugerpreise bleiben stabil auf dem Niveau der Vorwochen. Für mittelfallende Ware werden meist 8 bis 10 Euro je 100 kg erlöst. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel können bis zu 12 Euro je 100 kg erzielt werden.

In Deutschland besteht weiter eine stetige Nachfrage bei ausreichendem Angebot an alterntiger Ware. Die bisherigen Preise sind für Kühlhausware nach wie vor gültig. Für Premiumqualitäten können leichte Aufschläge erzielt werden. Auch in vielen Handelsketten haben importierte Frühkartoffeln mittlerweile fast flächendeckend Einzug gehalten. Allzu große Verkaufsmengen werden bisher aber noch nicht gemeldet.