Kartoffelmarkt: Lager der Landwirte und Händler gut gefüllt

Der österreichische Erdäpfelmarkt startet unspektakulär in den November.

Wien, 5. November 2014 (aiz.info). - Nach Abschluss der Ernte sind die Lager der Landwirte und Händler gut gefüllt. Ein deutlicher Unterschied dürfte in diesem Jahr aber zwischen der Brutto- und Nettoerntemenge bestehen. Aufgrund zahlreicher qualitativer Mängel dürften die Aussortierungen heuer, so wie in vielen Regionen Westeuropas, überdurchschnittlich hoch ausfallen. Wie viel qualitativ einwandfreie Speiseware tatsächlich in dieser Saison zur Vermarktung anstehet, ist somit schwer abschätzbar, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Auf der Nachfrageseite gibt es vorerst keine neuen Impulse. Der Inlandsabsatz läuft stetig auf saisonüblichem Niveau. Exporte Richtung Südosteuropa werden in überschaubarem Umfang getätigt. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. In Niederösterreich und der Steiermark wird die feldfallende Rohware meist mit EUR 7,- bis 8,- je 100 kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich EUR 12,- gezahlt.

Auch im deutschen Kartoffelsektor ist keine Belebung in Sicht. Obwohl jetzt keine Feldware mehr auf den Speisemarkt kommt, hat sich die Absatzsituation nicht gebessert. Die Preise bleiben damit tendenziell unter Druck. Begründet wird dies damit, dass nun verstärkt lagerkritische Partien auf rasche Vermarktung drängen. Von der Nachfrageseite gibt es keine neuen Impulse. Der Inlandsabsatz läuft auf saisonüblich ruhigem Niveau. Im Export werden aufgrund der Haltbarkeits-Problematik nur zögerlich Geschäfte geschlossen. Die Erzeugerpreise lagen zu Wochenbeginn meist zwischen EUR 5,- und EUR 8,- je 100 kg.