Kartoffelmarkt: Lagervorräte der heimischen Landwirte weitgehend abgebaut

Inlandsabsatz zufriedenstellend - Erzeugerpreise unverändert.

Wien, 6. April 2016 (aiz.info). - Am österreichischen Speisekartoffelmarkt dürfte die Restvermarktung der Ernte 2015 ruhig und unspektakulär über die Bühne gehen. Die Lagervorräte bei den Landwirten sind schon weitgehend abgebaut. Bis Ende April dürften wohl die meisten Produzenten auch ihre letzten Bestände verkauft haben. Bei den Händlern scheint noch einiges an Ware zu liegen, sodass ein fast nahtloser Übergang zur neuen Ernte sichergestellt werden kann, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau.

Die Nachfrageseite präsentiert sich unverändert zu den Vorwochen. Der Inlandsabsatz läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau. Das Interesse der Konsumenten an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum nimmt zwar zu, der Absatz von Lagerware wird davon aber kaum beeinträchtigt. Probleme gibt es weiterhin im Export. Starke Konkurrenz von europäischen Mitbewerbern drückt im Außenhandel auf die Erlöse. Bei den Erzeugerpreisen gibt es weiterhin keine Änderung. In Niederösterreich werden unverändert 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt ist die Nachfrage nach Ostern saisonüblich gering. Viele Konsumenten haben sich vor den Feiertagen umfangreich mit Ware eingedeckt. Das Angebot an qualitativ einwandfreien Kartoffeln wird zunehmend knapper. Importierte Frühkartoffeln aus Ägypten, Zypern und Israel ergänzen das Angebot, bleiben aber mengenmäßig sehr begrenzt. Bei den deutschen Erzeugerpreisen gab es zuletzt keine Änderung. Im Bundesdurchschnitt werden weiterhin zwischen 21,50 und 22,50 Euro je 100 kg bezahlt. Mit Beginn der Spargelsaison dürfte die Nachfrage nach Speisekartoffeln traditionell wieder anziehen, sodass zumindest mit stabilen bis festeren Preisen gerechnet wird.