Kartoffelmarkt: Landwirte dürften ihre Läger bis Ende April großteils geräumt haben

Inlandsabsatz läuft auf zufriedenstellendem Niveau - Probleme im Export.

Wien, 22. April 2015 (aiz.info). - Am österreichischen Speisekartoffelmarkt wird die Vermarktung der Ernte 2014 eher ruhig und unspektakulär zu Ende gehen. Der Abbau der Lagervorräte schreitet zügig voran. Bis Ende April dürften die meisten Landwirte ihre Läger geräumt haben. Bei den Händlern scheint aber noch einiges an Ware zu liegen, sodass ein nahtloser Übergang zur neuen Ernte sichergestellt werden kann. Die Nachfrageseite präsentiert sich weiterhin zweigeteilt: Der Inlandsabsatz läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau. Das Interesse der Konsumenten an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum nimmt zwar zu, der Absatz von Lagerware wird davon aber kaum beeinträchtigt, berichtet die Marktabteilung der LK NÖ. Probleme gibt es weiterhin im Export. Starke Konkurrenz von europäischen Mitbewerbern drückt hier auf die Preise.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Für mittelfallende Ware werden meist zwischen 8 und 10 Euro je 100 kg gezahlt. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel können bis zu 12 Euro erzielt werden.

In Deutschland läuft der Handel mit qualitativ guter Speiseware in den letzten beiden Wochen wieder etwas lebhafter, an der grundsätzlichen Marktlage hat sich aber nichts geändert. Das Angebot reicht weiterhin gut aus, um die Nachfrage zu bedienen. Einzig bei Premiumware scheint die Verfügbarkeit bereits einigermaßen begrenzt zu sein. Gleichzeitig sind in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels immer mehr Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum zu finden. Die Erzeugerpreise blieben weitgehend unverändert zur Vorwoche, einzig im Premiumbereich konnten Aufschläge erzielt werden.