Kartoffelmarkt: Osterfest dürfte den Inlandsmarkt beleben

Lagerabbau schreitet planmäßig voran - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 1. April 2015 (aiz.info). - Das Geschäft mit österreichischen Speisekartoffeln läuft weiter in seinen gewohnten Bahnen. Das Osterfest dürfte zwar am Inlandsmarkt kurzfristig für höhere Absatzzahlen sorgen, nachhaltig werden davon aber keine Impulse erwartet. Auch am Exportmarkt gibt es keine Anzeichen für eine Belebung. Reichliches Angebot in guter Qualität und zu niedrigen Preisen von westeuropäischen Mitbewerbern sorgt hier für schwierige Absatzbedingungen. Dennoch kommt kein Vermarktungsdruck auf. Die meisten Landwirte dürften beim Abbau ihrer Läger gut im Plan sein. Auch qualitativ scheint die Lagerware für die Jahreszeit noch durchaus in Ordnung zu sein, berichtet die Marktabteilung der LK NÖ.

Bei den Erzeugerpreisen wird das Niveau der Vorwochen fortgeschrieben. Für mittelfallende Ware werden meist zwischen 8 und 10 Euro je 100 kg gezahlt. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel können in Niederösterreich und Oberösterreich bis zu 12 Euro erzielt werden. Auch in Deutschland werden Speisekartoffeln stetig vermarktet. Es wäre aber mehr Schwung erforderlich, um die doch noch großen Lagervorräte zeitgerecht abzubauen.

Auch das bevorstehende Osterfest dürfte daran nicht viel ändern. Viel eher werden die ersten Frühkartoffeln aus Israel und Ägypten erwartet. Eine Entlastung über den Export ist derzeit auch nicht gegeben. Die Erzeugerpreise bleiben damit auf ganzer Linie auf dem niedrigen Niveau. Einzig Top-Qualitäten werden langsam rar und können leichte Aufschläge erzielen.