Kartoffelmarkt: Rodearbeiten stehen gebietsweise vor dem Abschluss

Inlandsabsatz zufriedenstellend - Erzeugerpreise sind stabil.

Wien, 8. Oktober 2014 (aiz.info). - Bei schönem Herbstwetter konnten die heimischen Kartoffelanbauer ihre Rodearbeiten jetzt fast überall wieder aufnehmen. Gebietsweise ist die Ernte schon weit fortgeschritten und dürfte bald vor dem Abschluss stehen. Mit den Hektarerträgen ist man heuer überwiegend zufrieden. Staunasse Stellen, Fäulniserreger und Drahtwurmbefall bereiten jedoch vielerorts Probleme und schmälern dementsprechend die Nettoerträge. Die Absatzsituation wird durchaus positiv beurteilt, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Nach den Einlagerungsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels hat sich die Inlandsnachfrage erwartungsgemäß wieder etwas abgeflacht. Auch Exporte können laufend getätigt werden, der preisliche Spielraum bleibt dabei aber sehr gering. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. In Niederösterreich und der Steiermark wird die feldfallende Rohware durchschnittlich mit EUR 7,- bis EUR 8,- je 100 kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich EUR 12,- gezahlt.

In Deutschland hat sich das Geschäft mit Speisekartoffeln im Zuge der Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel belebt. Das hilft den Landwirten derzeit aber kaum. Die Lager sind meistens schon voll und noch immer befinden sich beträchtliche Mengen auf den Feldern. Diese werden wohl erst nach und nach - abhängig von der Absatzmöglichkeit - geerntet. Die Preise stehen dementsprechend unter Druck. Zu Wochenbeginn wurden Erzeugerpreise zwischen EUR 6,- und EUR 9,- je 100 kg genannt.