Kartoffelmarkt: Trockenheit behindert Rodearbeiten im Inland

Geringes Angebot findet problemlos Abnehmer - Erzeugerpreise blieben stabil.

Wien, 22. August 2012 (aiz.info). - An der seit Wochen anhaltend stabilen Marktsituation hat sich nichts geändert. Nicht nur am Getreidemarkt, sondern auch zunehmend am Kartoffelmarkt hinterlässt die Trockenheit mit einhergehenden Rekordtemperaturen ihre Spuren. In den letzten Tagen wurde das verfügbare Angebot deutlich eingeschränkt. In Ostösterreich mussten aufgrund der trockenen Böden vielerorts die Rodearbeiten gänzlich eingestellt werden. Auch qualitativ nahmen die witterungsbedingten Probleme zu. Das begrenzt verfügbare Angebot findet momentan relativ problemlos Abnehmer, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit. Der Inlandsabsatz leidet zwar ebenfalls unter der Hitze, spätestens mit Schulbeginn beziehungsweise mit dem Einsetzen der Aktionsangebote des Handels dürfte die Nachfrage wieder anspringen.
Auch aus Südost- und Osteuropa wurde heuer schon ungewöhnlich früh Interesse an österreichischer Ware bekundet. Die Erzeugerpreise blieben stabil auf dem Vorwochenniveau. Vereinzelt haben Händler den Einkaufspreis wieder leicht angehoben. In Oberösterreich wurden zu Wochenbeginn unverändert EUR 21,- je 100 kg bezahlt. In Niederösterreich und der Steiermark lagen die Erzeugerpreise meist bei EUR 16,- bis 17,-.
In Deutschland prägt ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage den Kartoffelmarkt. Bundesweit zeigen schon viele mittelfrühe Sorten Abreifeerscheinungen, was auf ein eher durchschnittliches Ertragsniveau im heurigen Jahr hinweist. Die Erzeugerpreise gaben in der Vorwoche nochmals eine Spur nach. Die mittelfristigen Vermarktungsaussichten sind vielversprechend und nach Ansicht vieler Marktteilnehmer könnte damit das diesjährige Preistal erreicht sein.