Kartoffelmarkt: Verfügbares Angebot im Inland weiterhin gut ausreichend

Lagerabbau schreitet voran - Erzeugerpreise stabil

Wien, 15. Jänner 2015 (aiz.info). - Am österreichischen Erdäpfelmarkt ist Mitte Jänner noch keine spürbare Änderung der Marktlage erkennbar. Das verfügbare Angebot ist weiterhin gut ausreichend. Die Abgabebereitschaft der Landwirte ist prinzipiell auch gegeben, Vermarktungsdruck kommt aber nicht auf. Der Lagerabbau schreitet, auch aufgrund der hohen Aussortierungen, stetig voran. Die Inlandsnachfrage hat sich nach den Feiertagen zwar traditionell wieder etwas beruhigt. Die Absatzzahlen sind für Jänner aber durchaus zufriedenstellend. Im Export fehlt es dagegen an Schwung. Anfragen aus Südost- und Osteuropa haben sich zuletzt gehäuft, tatsächliche Abschlüsse sind aber nur auf unverändert niedrigem Preisniveau und in überschaubaren Mengen möglich, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Feldfallende Rohware wird weiterhin um 7 bis 8 Euro je 100 kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich 12 Euro bezahlt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt ging die erste volle Arbeitswoche im neuen Jahr umsatzschwach vonstatten. Dies ist nach dem hektischen Weihnachtsgeschäft aber nichts Außergewöhnliches. Auch die Exporte fließen nur sehr träge und auf niedrigem Preisniveau. Der Lebensmitteleinzelhandel versucht mit Sonderaktionen den Absatz anzukurbeln, hat damit aber nur mäßigen Erfolg. Vor diesem Hintergrund gibt es für die Erzeugerpreise kaum Spielraum nach oben, zumal das Angebot reichlich ist.