Kartoffelmarkt: Weihnachtsgeschäft soll Inlandsabsatz beleben

Exporte auf Sparflamme - Erzeugerpreise unverändert.

Wien, 2. Dezember 2015 (aiz.info). - Mit dem Monatswechsel hat sich am österreichischen Kartoffelmarkt am überwiegend ruhigen Geschäftsverlauf noch nichts geändert. Nur vereinzelt wird im Inland bereits von einem besseren Geschäftsgang berichtet. In den nächsten Wochen dürften die Umsätze aber stetig steigen, um kurz vor Weihnachten ihren Höhepunkt zu erreichen, bevor der Absatz zwischen den Feiertagen traditionell wieder etwas abflaut, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau.

Auch am Exportmarkt gibt es noch keine Bewegung. Das Interesse von potenziellen Importländern ist weiterhin überschaubar. Zudem liegen die Preise der westeuropäischen Mitbewerber unter dem österreichischen Niveau. Ausfuhren werden daher weiterhin nur in bescheidenem Umfang in hochpreisige Destinationen getätigt. Am Erzeugerpreisniveau gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. In Niederösterreich werden 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt und in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro erzielbar.

Am deutschen Kartoffelmarkt hat sich die Preissituation ebenfalls nicht geändert. Die Landwirte bedienen den Markt stetig, ein Angebotsdruck kommt weiterhin nicht auf. Der Absatz am Inlandsmarkt zeigt sich stabil, im Export wurden zuletzt etwas rückläufige Umsätze gemeldet. Mit den kühleren Temperaturen in der Vorwoche haben sich die Lagerbedingungen verbessert. Die Erzeugerpreise liegen im Bundesdurchschnitt, zuletzt wurden 19 bis 20 Euro je 100 kg bezahlt.