Kartoffelmarkt: Weiterhin kein Angebotsdruck im Inland

Erzeugerpreise bleiben unverändert.

Wien, 7. Oktober 2015 (aiz.info). - Unter optimalen Bedingungen geht die heimische Speisekartoffelernte in die Endphase, sie sollte zum Wochenende weitgehend abgeschlossen sein. Dabei besteht weiterhin kein Angebotsdruck. Für die unterdurchschnittliche Ernte stehen mehr als genug Kisten zur Verfügung. Die Anlieferungen laufen angesichts des relativ guten Preisniveaus aber auch stetig, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Qualitativ gab es zuletzt etwas mehr Beanstandungen. Vor allem bei der Sorte Toska kämpft man vermehrt mit Zwiewuchs, und auch der Drahtwurmbefall ist bei den Spätsorten ein größeres Thema. Auf der Nachfrageseite fehlt es derzeit an Impulsen.

Im Inland ist die Nachfrage nach den Einlagerungs-Aktionen des Einzelhandels saisonüblich ruhiger und Exporte sind derzeit preislich meist nicht konkurrenzfähig. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung. In weiten Teilen Niederösterreichs werden weiterhin 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt. In der Steiermark liegt das Preisniveau stabil bei 20 bis 27 Euro und auch in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro je 100 kg erzielbar.

Deutsche Kartoffelernte um 10% unter dem mehrjährigen Schnitt

In Deutschland laufen die Rodearbeiten wieder auf Hochtouren, nachdem im Norden und Osten des Landes die Ernte witterungsbedingt immer wieder unterbrochen werden musste. Das verfügbare Angebot fließt dabei flott ab, ein Angebotsdruck kommt nicht auf. Mit den erwarteten 9,9 Mio. t dürfte die deutsche Kartoffelernte um 10% unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegen. Zusätzlich laufen die Exporte Richtung Südost- und Osteuropa auch heuer wieder überdurchschnittlich gut. Preislich gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Im Bundesdurchschnitt werden unverändert 17 bis 19 Euro je 100 kg erlöst.