Kartoffelmarkt: Winterliche Verhältnisse schränken Anlieferungen ein

Erzeugerpreise weiterhin auf unverändertem Niveau.

Wien, 20. Jänner 2016 (aiz.info). - Die stabile Situation am österreichischen Speisekartoffelmarkt hält weiter an. Seitens der Erzeuger besteht anhaltendes Interesse, Ware auszulagern, auch wenn die zuletzt winterlichen Verhältnisse vorerst die tatsächlichen Anlieferungen einschränken. Auf die Lagerbedingungen wirken sich die kühlen Temperaturen jedenfalls günstig aus. Der Absatz im Inland läuft weitgehend auf saisonüblichem Niveau, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Im Export gibt es zwar durchaus Interesse an österreichischer Ware, tatsächliche Geschäfte kommen aufgrund der Preisdifferenz zu anderen EU-Ländern aber so gut wie nicht zustande. Die Preise scheinen momentan auf dem erreichten Niveau festgefahren zu sein. In Niederösterreich werden 20 bis 22 Euro/100 kg bezahlt und in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro erzielbar.

In Deutschland hat sich das Speisekartoffelgeschäft etwas belebt, höhere Preise waren bislang aber nicht durchsetzbar. Neben der stetigen Inlandsnachfrage läuft auch der Export zuletzt besser, allerdings zu Preisen am unteren Rand der Spanne. Qualitativ schwächere Partien sind weitgehend abverkauft, sodass kein Angebotsdruck aufkommt. Die Erzeugerpreise bewegen sich im deutschen Bundesschnitt weiterhin zwischen 18,50 und 19,50 Euro/100 kg.