Kleegräser und Luzernegräser

Die neuen Klee- und Luzernegräser von Die Saat bringen hohe Erträge, bei guter Konservierung auch hohe Futterqualitäten und sind gesund für die Böden.

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Rotkleegras für tiefgründige Standorte mit ausreichenden Niederschlägen bringt höchste Erträge © LFZ Raumberg-Gumpenstein
Der Grünland- und Viehbauer kann sein Potenzial auf ackerfähigen Böden mit Kleegräsern, Luzernegräsern, aber auch mit Wechselwiesen kostengünstig und ökologisch nutzen und ausbauen. Die neuen Züchtungen im Bereich Klee, Luzerne und Gräser sind in den ÖAG-Saatgutmischungen – unter der Marke Die Saat im Lagerhaus erhältlich. Diese Feldfuttermischungen liefern hohe Erträge und bei guter Konservierung auch beste Futterqualitäten. Neben hohen Energiewerten sind vor allem hohe Rohproteinwerte zu erwarten, die in der Milchviehfütterung, aber auch bei der Mast ihre Leistungen bringen.

Wo welche Mischung ansähen?

Die Rotklee- und Luzernegräser halten zwei bis drei Hauptnutzungsjahre bei besten Erträgen durch, wobei in den ersten zwei Jahren der Klee- bzw. Luzerneanteil überwiegt und danach die eingemischten Gräserkomponenten im Bestand hervortreten. Rotkleegräser (IR, IM, KR, KM) sind eher für tiefgründigere und niederschlagsreichere Standorte ideal, wobei IR und KR für rauere Lagen und IM und KM für Silomaislagen geeignet sind. Bei vier bis fünf Aufwüchsen pro Jahr liefern gute Bestände 12 bis 16 t Trockenmasse pro ha. Diese Futterbestände lassen sich auch gut silieren.
Auf Übergangslagen (seichtgründiger, schottriger Boden und Sommertrockenheit) kann die ÖAG-Mischung „LR“, als Luzerne- und Rotkleemischung mit Gräserkomponenten, eine gute Absicherung je nach Jahreswitterung sein. Ist das Wetter eher feucht, wird der Rotklee stärker kommen und in trockenen Jahren kommt die Luzerne. Auf ganz trockenen Standorten ist das Luzernegras „LG“ die beste Wahl. Gräser und Luzerne treten im Bestand gemischt auf, wobei die Gräser für die Gärung bei der Konservierung den nötigen Zucker für die Milchsäurebakterien liefern. Die Luzerne mit ihrem hohen Eiweißgehalt wäre im Reinbestand nur schwer silierbar.
Soll der Bestand fünf Jahre genutzt werden, so ist die Wechselwiese „WR“ oder „WM“ ideal. Steht diese Wechselwiese nach fünf Jahren noch gut da und soll Grünland weitergeführt werden, kann mit einer „aktiven Tätigkeit“ (Nachsaat) die Nutzung in Richtung Feldfutter verändert und damit der Ackerstatus erhalten bleiben.

Rohprotein aus Feldfutter nutzen

Da Rohprotein in der Fütterung enorm wichtig und bei Zufütterung mit Kraftfutter teuer geworden ist, kann gerade hier das Feldfutter wirksam helfen. Die Rotklee- und Luzernegräser weisen zur Blühknospe von Rotklee oder Luzerne oder beim Ähren-/Rispenschieben von Knaulgras einen Energiegehalt von 6,2 bis 6,5 MJ NEL/kg TM auf.
Der Rohproteingehalt liegt bei gräserreichen und gut mit Stickstoff versorgten Beständen bei 15 bis 17 Prozent und bei kleebetonten Mischungen bei 17 bis 22 Prozent in der Trockenmasse. So können wir bei Erträgen von 12 bis 16 t/ha Trockenmasse mit Rohproteinerträgen von 1800 bis 3500 kg/ha und Jahr rechnen. Die Möglichkeit, derartige Rohproteinerträge zu erzielen, gibt es nur beim Feldfutter. Die Futterkomponenten „Grassilage aus Rotkleegras“ mit „Maissilage“ und Heu bzw. Grummet kann bei guter bis sehr guter Qualität von der Grundfutterseite durch nichts übertroffen werden.
Von der Bewirtschaftung her sind kleebetonte Feldfutterbestände kostenmäßig günstig und von der Gülleausbringung können grasbetonte Bestände mehrmals in der Vegetationsperiode befahren werden.

Einsaat: Mit Walze verfestigen

In ein feines, abgesetztes Saatbett soll nicht vor dem „Spitzen“ der Gräser auf den umliegenden Wiesen die Saatmenge von 23 bis 26 kg/ha (siehe Sackanhänger) in einer Saattiefe von 0,5 bis 1,0 cm ausgebracht werden. Nach dem Säen sollte unbedingt eine Rückverfestigung mit einer Cambridgewalze oder Glattwalze erfolgen, um den Kapillarschluss für eine ordnungsgemäße Wasserversorgung der Keimlinge zu erreichen. Bei einer Wuchshöhe von 10 bis 12 cm sollte bei „krautreichen“ Erstaufwüchsen ein Reinigungsschnitt erfolgen.

Feldfutter hinterlässt gut strukturierte Böden

Feldfutter als Fruchtfolge nimmt die Probleme mit dem Maiswurzelbohrer und hinterlässt gut strukturierte Böden mit Stickstoff für die Nachfrucht. Die Erträge sind bei diesen Qualitätsmischungen mit den ausgewählten Sorten über Jahre hoch und bieten bestes Futter. Vor allem die Chance auf hohe Rohproteinwerte sollte mit diesem Feldfutter genutzt werden.

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Autor:
Univ. Doz. Dr. Karl Buchgraber, LFZ Raumberg-Gumpenstein, erschienen in "Unser Land"