Körnersenf: Die Alternative für 2014

Die Erträge der Ernte 2013 waren regional sehr unterschiedlich. Preislich wird Körnersenf immer interessanter.

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© Steirersaat
Seit dem Jahr 2008 bietet die SteirerSaat in Zusammenarbeit mit den Lagerhäusern und der RWA Raiffeisen Ware Austria AG einen Kontraktanbau für Körnersenf an. Hauptanbaugebiet ist das ostösterreichische Trockengebiet. Dort können aufgrund der geringen Niederschläge entsprechende Qualitäten mit wertbestimmenden Inhaltsstoffen erreicht werden.

Gelb-, Braun und orientalischer Senf

Der Großteil der Kontraktfläche wird mit Gelbsenf (Sinapis Alba) der Sorte Veronika bestellt, der Rest der Fläche kann mit Braunsenf oder orientalischem Senf (Brassica Juncea) vergeben werden. Erster Ansprechpartner für einen Kontraktanbau ist der Agrarverantwortliche im zuständigen Lagerhaus. Der Saatgutbezug sowie die Übernahme des Ernteguts erfolgten ebenfalls dort.

Rechtzeitig den Erdfloh bzw. den Rapsglanzkäfer bekämpfen

Die Ernte 2013 war regional von sehr unterschiedlichen Erträgen geprägt. Das späte und nasse Frühjahr hat den Anbau in vielen Gebieten hinausgezögert, die extreme Trockenheit im Sommer war für die später entwickelten Bestände nicht gerade fördernd. Wichtig ist ein früher Anbau Ende März bis Anfang April. Auf stärkere Spätfröste (unter –2° C) ist jedoch zu achten. Die Saatstärke ist mit 7–10 kg/ha zu berechnen. Das Hauptaugenmerk ist jedoch auf die Bekämpfung des Erdflohs beim Aufgang und später dann auf die Bekämpfung des Rapsglanzkäfers im Knospenstadium zu legen.

Düngung

In Bezug auf die Düngung ist Senf mit etwa 90–100 kg N/ha gegenüber Raps weniger anspruchsvoll. Auch die Saatgutkosten sind mit weniger als 30 Euro pro Hektar kaum erwähnenswert. Die Ernte erfolgt bei Vollreife abhängig vom Anbauzeitpunkt Mitte bis Ende Juli.

1.200 kg /ha Ernteertrag

Im langjährigen Schnitt kann man über alle Gebiete mit einem Ertrag von 1.200 kg/ha rechnen. Senf besitzt außerdem eine gute Vorfruchtwirkung. Sein reichverzweigtes und tiefgehendes Wurzelsystem trägt zur Auflösung verdichteter Bodenschichten, Speicherung von Nährstoffen sowie zum Aufbau einer guten Bodenstabilität und Gesundheit bei.

Gewinnbringende Erträge

Gerhard Poiss und Karl Pribitzer jun. bewirtschaften je 100 Hektar Ackerland im Weinviertel (NÖ). Hauptkulturen sind Winterweizen, Winterdurum, Raps sowie Zuckerrübe. Seit 2009 hat sich Körnersenf gewinnbringend in ihrer Fruchtfolge etabliert.

Wie lautet das Rezept für einen erfolgreichen Senfanbau?

„2013 war für unsere Region ein gutes Senfjahr. Wir konnten zeitig anbauen und die Niederschlagsverteilung über die Vegetationsperiode hat gepasst. Im Durchschnitt kalkuliere ich mit 1.500–2.000 kg/ha Ertrag“, so Pribitzer, der seinen Senf nach Zuckerrübe oder Winterweizen baut.

Poiss: „Ich baue Senf mit 10 % in die Fruchtfolge ein. Bei intensiver Führung und diesen Erträgen ist der Senfanbau absolut rentabel. Die Kulturführung muss ähnlich wie beim Raps sein.“ Das Wichtigste, um gewinnbringende Erträge zu erreichen – sind sich beide einig –, ist eine frühzeitige und effiziente Bekämpfung von Erdfloh und Rapsglanzkäfer. „Mit dem aktuellen Preisniveau für Senf kann ich gut leben. Durch das Mindestpreismodell haben die Landwirte eine gute Absicherung“, sagt Poiss. Pribitzer ist folgender Ansicht: „Doppelter Rapspreis muss den Senfpreis ergeben, dann wird die Sache interessant. Das war heuer bereits eindeutig der Fall.“

Interesse am Senfanbau?

Informieren Sie sich bei Ihrem Lagerhaus, auf der Homepage Steirersaat oder bei Michael Papadi (Saatguttechniker der Steirersaat).

 

 

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