Kommentar: Rundholzpreise in Österreich

November 2012: DI Reinhard Pfeffer (RWA-Holzabteilung) über die Ertragslage der österreichischen Sägewerke.

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DI Reinhard Pfeffer, RWA-Holzabteilung © RWA
Wer sich die Preisbilder von Schnittholz, Hackgut und Sägespäne auf der einen Seite und die Rundholzpreisentwicklung auf der anderen Seite anschaut, der fragt sich zu Recht: Wie lange geht das noch? Warum senkt die Sägeindustrie die Rundholzpreise nicht einfach ab? Der Versuch einer Erklärung liegt wie so oft in der Kurzformel „Angebot und Nachfrage“.

Obwohl die Schnittholznachfrage aus dem Hauptabnehmerland Italien praktisch eingebrochen ist, hat es im Laufe des Jahres 2012 nie genug Rundholz gegeben. Der Bauernwald schlägert trotz hoher Preise ca. 15–20 % weniger als im Rekordjahr 2011. Trotz intensiver Aufklärungsarbeit wird der Wald noch immer als Sparkasse gesehen und der laufende Zuwachs nicht vollständig abgeschöpft. Dieses Loch kann man auch nicht mehr durch Importe stopfen: So zum Beispiel lieferte Deutschland von Jänner bis August nur mehr 800.000 fm Rundholz (zum Vergleich von Jänner bis August 2007 waren es 2,8 Mio. fm).

 

Aufgrund dieser Unterversorgung gehen Experten davon aus, dass die Rundholzpreise eher stabil bleiben, da niemand einen Einschlagsrückgang provozieren will. Falls es aber doch zu einem hohen Rundholzangebot im Winter kommt, dann kann man sicher mit Preisrücknahmen rechnen. Die Sägeindustrie beklagt nämlich ein Loch in der Wirtschaftlichkeitsrechnung von 10 Euro/fm; wie viel es bei einer großen Kalamität runter gehen könnte, daran wagt niemand zu denken.

 

Empfehlen können wir nur Folgendes: Man sollte die gute Nachfrage und die äußerst attraktiven Preise nutzen. Kontaktieren Sie vor Erntebeginn die Holzeinkäufer der Lagerhäuser, informieren Sie sich über optimale Ausformungen und nachgefragte Sortimente. Alle Verkäufe sollten in schriftlicher Form als Schlussbriefe bestätigt werden und achten Sie auf usancenkonforme Übernahme der Abnehmer.

Falls Sie Informationen rund ums Holzgeschäft benötigen oder einen Schlägerungsunternehmer brauchen, kommen Sie in Ihr Lagerhaus. Die Holzprofis stehen mit Rat und Tat zur Seite.

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Autor:
DI Reinhard Pfeffer, RWA-Holzabteilung