Kompost - der natürliche Dünger im Garten

Der Herbst ist ideal um einen Kompost anzulegen, da zu dieser Zeit die meisten Gartenabfälle anfallen und das Material über den Winter gut reifen kann.

Das schwarze Gold des Gärtners

Werfen Sie Grün- und einige Küchenabfälle nicht in die Biotonne, sondern geben Sie das wertvolle Material auf den Kompost. Stellen Sie den Kompostbehälter am besten im Halbschatten, an einem geschützten, etwas abgelegenen Ort auf. Er sollte trotzdem gut zugänglich sein.

Es gibt verschiedene Arten von Kompostbehältern:
  • offener Komposter aus Holz
  • offener Komposter verzinkt
  • geschlossener Komposter aus Kunststoff
  • geschlossener Thermokomposter

Kompostierung bei einem offenen Komposter

Gefüllter Holzkomposter mit Kompost[1316434813.jpg]
© RWA
Bevor man mit dem Aufsetzen des Komposts beginnt, legt man zum Schutz vor Nagern ein Gitter auf die Erde. Der Kompost sollte direkten Bodenkontakt haben. Dann kommt es beim Kompost nur mehr auf die richtige Mischung an. Für eine schnelle und zuverlässige Verrottung sorgen Kompostbeschleuniger.
  • Als Basis legt man zerkleinerten Baum- und Strauchschnitt auf die Grundfläche. In ausgewogener Mischung kommen anschließend Küchen- und Gartenabfälle darauf. Untergemischtes Strukturmaterial von Stauden und Hecken sorgt für eine gute Durchlüftung.
  • Um den Kompostvorgang schneller voran zu treiben, kann man zwischen den Lagen Immergrün Kompostbeschleuniger (liefert Stickstoff und bringt das Bodenleben in Schwung) und Urgesteinsmehl (verhindert unangenehme Geruchsbildung) streuen.
  • Wenn der Kompost voll ist, kann das Material in einen zweiten Behälter umgeschaufelt werden. Dies treibt die Verrottung voran. Hat man nur einen Komposter, so wird umgesetzt. Anschließend kommt noch ein Schutzmantel aus Gras, Stroh oder Laub darüber, damit er nicht austrocknet und vor Kälte geschützt ist. Nach 6 – 9 Monaten, ideal für die Frühjahrssaison, ist der Kompost reif.
  • Die Humuserde sollte schwarz, feinkrümelig sein und nach Walderde duften. Bevor Sie den biologischen Dünger verwenden wird er einmal durchgesiebt.

Schnellkomposter sind ideal für kleine Gärten

Kompost im Schnellkomposter[1333358261834331.jpg]
 
Ein geschlossener Komposter wird auch als Schnell- oder Thermokomposter bezeichnet, weil die Abfälle im Inneren zersetzt werden. Er sollte aus witterungsbeständigem und UV-stabilem Recycling-Kunststoff bestehen. Eine einfache Entnahme der Erde ist durch eine Klappe möglich. Ein Komposter aus Kunststoff muss nicht umgesetzt oder durchgemischt werden und braucht auch weniger Platz im Garten.

Komposter und Zubehör aus unserem Sortiment

Was darf auf den Kompost?

  • Laub
  • in geringen Mengen getrockneten Grasschnitt
  • zerkleinerte Holzstücke (Baum-, Hecken- und Strauchschnitt)
  • verwelkte Blumen
  • Obst- und Gemüseabfälle
  • Eierschalen
  • Topfpflanzen, Schnittblumen
  • verbrauchte Erde aus Kübeln und Töpfen
  • Kaffee- und Teesud
  • Zeitungspapier
  • Sägespäne

Was soll nicht auf dem Kompost?

  • Unkräuter und Blätter, die mit einer Krankheit befallen sind
  • große Mengen von nassem Grasschnitt (fängt leicht an zu schimmeln, verbreiten einen unangenehmen Geruch)
  • Speise- und Fleischreste (locken Mäuse und Ratten an)

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Gartentipp: Richtig Kompostieren © RWA

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Gartenexperte Erwin Schweighofer[1316439796.jpg]
Erwin Schweighofer aus dem Lagerhaus Wechselgau gibt Tipps zum Kompost © RWA

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