Kompost - der natürliche Dünger im Garten

Der Herbst ist ideal um einen Kompost anzulegen, da zu dieser Zeit die meisten Gartenabfälle anfallen und das Material über den Winter gut reifen kann.

Der Komposthaufen sollte am besten im Halbschatten, an einem geschützten, etwas abgelegenen Ort stehen und doch gut zugänglich sein. Die Grundfläche beträgt mindestens 1,5 m x 1,5 m und die Höhe nicht mehr als 1,5 m. Bevor man mit dem Aufsetzen des Komposts beginnt, legt man zum Schutz vor Nagern ein Gitter auf den Naturboden. Dann kommt es beim Kompost nur mehr auf die richtige Mischung an. Für eine schnelle, zuverlässige Verrottung sorgen Kompostbeschleuniger.

Offenen Komposter richtig anlegen

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© RWA
  • Als Basis legt man zerkleinerten Baum- und Strauchschnitt auf die Grundfläche. In ausgewogener Mischung kommen anschließend Küchen- und Gartenabfälle darauf. Untergemischtes Strukturmaterial von Stauden und Hecken sorgt für eine gute Durchlüftung.
  • Um den Kompostvorgang schneller voran zu treiben, kann man zwischen den Lagen Immergrün Kompostbeschleuniger (liefert Stickstoff und bringt das Bodenleben in Schwung) und Urgesteinsmehl (verhindert unangenehme Geruchsbildung) streuen.
  • Wenn der Kompost voll ist, kann das Material in einen zweiten Behälter umgeschaufelt werden. Dies treibt die Verrottung voran. Hat man nur einen Komposter, so wird umgesetzt. Anschließend kommt noch ein Schutzmantel aus Gras, Stroh oder Laub darüber, damit er nicht austrocknet und vor Kälte geschützt ist. Nach 6 – 9 Monaten, ideal für die Frühjahrssaison, ist der Kompost reif.
  • Die Humuserde sollte schwarz, feinkrümelig sein und nach Walderde duften. Bevor Sie den biologischen Dünger verwenden wird er einmal durchgesiebt.

Schnellkomposter sind ideal für kleine Gärten

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Ein geschlossener Komposter wird auch als Schnell- oder Thermokomposter bezeichnet, weil die Abfälle im Inneren zersetzt werden. Er sollte aus witterungsbeständigem und UV-stabilem Recycling-Kunststoff bestehen. Eine einfache Entnahme der Erde ist durch eine Klappe möglich. Ein Komposter aus Kunststoff muss nicht umgesetzt oder durchgemischt werden und braucht auch weniger Platz im Garten.

Was darf auf den Kompost?

  • Laub
  • in geringen Mengen getrockneten Grasschnitt
  • zerkleinerte Holzstücke (Baum-, Hecken- und Strauchschnitt)
  • verwelkte Blumen
  • Obst- und Gemüseabfälle
  • Eierschalen
  • Topfpflanzen, Schnittblumen
  • verbrauchte Erde aus Kübeln und Töpfen
  • Kaffee- und Teesud
  • Zeitungspapier
  • Sägespäne

Was soll nicht auf dem Kompost?

  • Unkräuter und Blätter, die mit einer Krankheit befallen sind
  • große Mengen von nassem Grasschnitt (fängt leicht an zu schimmeln, verbreiten einen unangenehmen Geruch)
  • Speise- und Fleischreste (locken Mäuse und Ratten an)

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Gartentipp: Richtig Kompostieren © RWA
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Ein Tipp von Erwin Schweighofer, Gärtner im Lagerhaus Wechselgau  

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