Erfolgreicher Kürbisanbau 2013

Sortenwahl, Anbau, Kulturführung und Ernte: Hier finden Sie einige Erfahrungswerte und Empfehlungen für eine hoffentlich ertragreiche Kürbisernte 2013.

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© RWA

Boden

Das letzte Jahr zeigte deutlich: Kürbis gedeiht am besten auf wärmeren und guten Böden. Sie sollten gut wasserführend und vor allem durchlässig sein. Zu schwere und nasse Standorte bringen Mindererträge bzw. im Herbst stärkere Fäulnis mit sich. Wichtig sind auch leicht saure bis neutrale pH-Werte im Boden. Gut abgesetzte, im Herbst gepflügte Böden bringen beste Feldaufgänge und Pflanzenentwicklung. In der Fruchtfolge ist der Kürbis wertvoll. Mehrjährige Anbauabstände und das Einarbeiten der Ernterückstände zur rascheren Verrottung bringen sichere und höhere Erträge.

Anbautermin

Die Anbautermine haben sich in den letzten Jahren konstant nach vorne verlegt: Letztes Aprildrittel bis spätestens Anfang Mai haben sich bei Sicherheit und Ertragshöhe als das Optimum herauskristallisiert.

Düngung

Hohe Erträge und gleichmäß abreifende Früchte erhält man, wenn die gesamte Menge Dünger vor dem Anbau gegeben wird. Eher niedrigere Stickstoffgaben und dafür höhere Kaligaben zeigen bessere Toleranzen bei Blattkrankheiten und Fäulnis. Es hat sich auch bestätigt, dass Kürbis mit Wirtschaftsdünger allein nicht das Ertragsmaximum erreicht, er braucht eine kleine leicht lösliche Mineraldüngergabe im Frühjahr zum Starten.

Reihenabstände

Die virustoleranten Gleisdorfer Hybriden verlangen Reihenabstände von ca. 1,5 m zur optimalen Standortausnutzung aufgrund der kürzeren Triebe. Bei diesem Reihenabstand hat man außerdem noch die Möglichkeit der mechanischen Unkrautregulierung. Der Kürbis braucht unkrautfreie Bestände, die am sichersten mit einer Kombination aus einer schonenden chemischen Vorauflaufbehandlung und einer mechanischen Hacke erreicht werden.

Sorten: GL Opal und GL Rustikal

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© Die Saat

In den letzen Jahren haben sich die Sorten GL Opal und GL Rustikal als die stabilsten und ertragreichsten Sorten im österreichischen Anbaugebiet durchgesetzt: Robuste Jugend, hoher Kürbisansatz mit vielen, großen Kernen darin, beste Krankheits- und Fäulnistoleranz und leichte Erntbarkeit sorgen für Höchsterträge und beste Kernölqualitäten.

Blühwetter

Ein Grund für die schwankenden Kürbiserträge ist das Blühwetter und damit verbunden die Kürbisanzahl mit der Kernanzahl darin. Gute Wasserversorgung der Pflanzen ist wichtig. Vor allem begünstigen aber schöne, warme Tage den Insektenflug zur Bestäubung der Kürbisblüten.

Niederschläge

Lange Regenperioden und damit langandauernde nasse Pflanzen haben auch im letzten Jahr Bakteriosen, Blattkrankheiten und Fruchtfäule verursacht. In dieser Richtung wurden viele, auch chemische Pflanzenschutzversuche, unternommen. Sie haben allerdings bis dato noch keine wirtschaftliche und registrierte Behandlung für den großflächigen Praxisanbau ergeben.

Erntezeitpunkt

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© Die Saat
Die große Herausforderung bei der Ernte ist, den optimalen Zeitpunkt zu finden. Spätere Erntezeitpunkte bringen die besseren Qualitäten, schönere Kerne und bessere Ölgehalte mit sich, weil der Kern auch noch lange vom Fruchtfleisch zehrt.

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Autor:
Ing. Josef Plösch, Die Saat