Lagerhäuser aktivieren alle Kanäle, um Waldbauern zu unterstützen

Die Lagerhäuser haben kurzfristig zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten für Schadholz geschaffen und übernehmen heuer höhere Holzmengen.

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Lagerhäuser und RWA übernehmen aufgrund der akuten Schadholzsituation heuer mehr Holz. © RWA
Die Lagerhäuser und die RWA Raiffeisen Ware Austria AG reagieren auf die akute Schadholz-Situation und werden heuer deutlich mehr Holz übernehmen. Dies ist möglich, da kurzfristig weitere Vertriebskanäle geschaffen wurden, um den betroffenen Waldbauern zu helfen. Einerseits werden zusätzliche Schadholz-Mengen aus Niederösterreich und Oberösterreich zur Verarbeitung in andere Bundesländer sowie in das Ausland transportiert und andererseits gemeinsam mit Partnern neue Lagerstätten angelegt. Damit leisten Lagerhäuser und RWA einen wichtigen Beitrag im Rahmen der aktuellen Hilfsmaßnahmen.

Aufgrund der trockenen Sommermonate und einem starken Befall durch den Borkenkäfer sind Waldbauern aus dem Waldviertel und dem Mühlviertel derzeit mit überdurchschnittlich großen Schadholzmengen konfrontiert. In Folge kam es bereits zu einem starken Preisrutsch am heimischen Holzmarkt. Darüber hinaus wäre ein rascher Abtransport vor allem des Käferholzes aus dem Wald notwendig, um eine weitere Verbreitung der Borkenkäfer zu verhindern.

Akute Hilfsmaßnahmen durch Lagerhäuser

Die Lagerhäuser haben es gemeinsam mit der RWA Raiffeisen Ware Austria trotz eines hart umkämpften Markts geschafft, kurzfristig zusätzliche Vertriebskanäle zu aktivieren. Dadurch können diese im Vergleich zu Normaljahren heuer deutlich höhere Mengen von Waldbauern übernehmen und diese dadurch unterstützen. Konkret werden Schadholzmengen aus dem Wald- bzw. Mühlviertel in entferntere Sägewerke in Österreich transportiert und die Anzahl der Lagerplätze gemeinsam mit Partnern aus der Industrie erhöht. Darüber hinaus haben Lagerhäuser und RWA auch Kontakte über Österreichs Grenzen hinweg aktiviert und werden weitere Schadholz-Mengen exportieren.
Diese Vertriebsmöglichkeiten wurden geschaffen, obwohl die Vermarktung innerhalb Österreichs auch im Ausland derzeit denkbar schwierig ist. In Österreich ist derzeit weitaus mehr Holz vorhanden, als die heimische Sägeindustrie verarbeiten kann, und in den umliegenden Ländern herrscht ebenso ein starkes Wettbewerbsumfeld, da unter anderem aufgrund von Sturmschäden große Schadholzmengen auf den Markt drängen.

Nutzung aller Vermarktungsmöglichkeiten

„Wir wissen, dass die aktuell hohen Schadholzmengen die Waldbauern in Niederösterreich und Oberösterreich vor große Probleme stellen und haben große Anstrengungen unternommen, um alle uns zur Verfügung stehenden Vermarktungspotentiale auszuschöpfen. Dadurch können wir zumindest einen Teil der zusätzlich entstandenen Schadholzmenge übernehmen und so die heimischen Waldbauern unterstützen“, so Johann Blaimauer, RWA-Bereichsleiter für Saatgut und Holz.