Lagerhäuser: Erfolgreiche Getreide-Vermarktung

Die Lagerhaus Poolvermarktung hat sich auch bei der Rekordernte 2011 bewährt. Ein Landwirte-Auszahlungspreis zwischen 228,50 und 235,20 Euro pro Tonne für Top-Weizen spricht für sich.

Die Getreideernte des letzten Jahres brach mehrere Rekorde: Die Erntemenge in Österreich war eine der bisher größten in der Geschichte. Auch der Anteil, der über die Raiffeisen Lagerhäuser vermarktet wurde, stieg weiter. Dabei haben die österreichischen Landwirte auch in diesem Jahr überwiegend auf die Poolvermarktung vertraut. Große Erntemenge und hohe Akonto-Preise führten zu dem bisher besten Anzahlungs-Betrag für die Bauern.
Bei der Vermarktung gab es einige Schwierigkeiten zu bewältigen: Zum einen die gewaltige Menge – bei der letzten, vergleichbaren Ernte wurden etwa 200.000 Tonnen Weizen über die Intervention aus dem Markt genommen. 2011/12 mussten RWA und Lagerhäuser Käufer am freien Markt finden. Gelungen ist das über internationale Verbindungen des Lagerhaus-Verbundes nach Italien und Polen. Zum anderen waren einige Schachzüge betreffend Lagerhaltung und eine – im wahrsten Sinn des Wortes – bahnbrechende Innovation im Schienengüterverkehr ("Container-Zielzüge") nötig um die Rekord-Ernte zu bewältigen.

Landwirte profitieren von professioneller Vermarktung

Nutznießer dieser professionellen Vermarktung über das Lagerhaus sind einmal mehr die Landwirte, die mit der Poolvermarktung auf die Erfahrung und die weitreichenden Möglichkeiten der Experten des Lagerhaus-Verbundes vertraut haben. Gegenüber der deutlich kleineren Ernte 2010 konnten Preise erzielt werden, die nur wenig unter denen des Vorjahres lagen. Damit liegt der Landwirte-Auszahlungspreis bei Top-Premiumweizen heuer zwischen 228,50 und 235,20 Euro (pro Tonne, inkl. USt.).
"Jene Landwirte, die konstant auf die Vermarktung ihrer Ernte über das Lagerhaus setzen, erzielen mit der Poolvermarktung ansprechende Preise", betont DI Ernst Gauhs, Bereichsleiter landwirtschaftliche Erzeugnisse in der RWA. Von Eigenvermarktung rät der Experte ab: Vereinzelt wäre vielleicht ein besserer Deckungsbeitrag mit Hilfe der Eigenvermarktung möglich. Hohe Investitionskosten, rasch und stark schwankende Märkte sowie eingeschränkte Möglichkeiten bringen ein hohes Risiko mit sich, das die Lagerhaus-Organisation teilweise abfedern kann. "Wir sind über mehrere Jahre gesehen mit der Poolvermarktung auch leistungsfähig gegenüber den Preisen, die Eigenvermarkter erzielen können", betont Gauhs und ergänzt: "Und das fast ohne Risiko für den einzelnen Landwirt".

Rückfragehinweis:

DI Ernst Gauhs
RWA Raiffeisen Ware Austria AG / Lagerhaus
Landwirtschaftliche Erzeugnisse
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