Lamas und Alpakas - die Allrounder

Denken Sie, Lamas und Alpakas spucken nur? Im folgenden Artikel erfahren Sie, dass die Neuweltkameliden eindeutig mehr auf Lager haben, als ihnen nachgesagt wird.

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Trekkingtour mit einem Lama © RWA
Lama und Alpaka stammen ursprünglich aus Südamerika. In ihrer Heimat werden sie als Allroundtiere eingesetzt – in der Landwirtschaft, auch als Lastenträger. Beide Arten stammen aus der Familie der Kameliden und gehören zu den Paarhufern.

Das Classic- und Wooly-Lama

Bei den Lamas gibt es 2 verschiedene Typen – ein wenig (Classic Lama) und ein stark bewolltes (Wooly Lama). Beide haben geschwungene Ohren, werden etwa 110 kg bis 180 kg schwer und 20 bis 25 Jahre alt. Die Wollpracht wird alle 1 – 2 Jahre geschoren. Sie bezaubern durch ihre Erscheinung und ihr ruhiges Wesen. Lamas eignen sich perfekt als Freizeittiere, Landschaftspfleger und sind in der tiergestützten Therapie eine wertvolle Ergänzung.

Huacaya-und Suri-Alpaka

Bei den Alpakas gibt es 2 Rassen: Huacaya Alpakas bilden rund 90 % der weltweiten Population und haben ein flauschiges Wollvlies. Suri Alpakas haben ein extrem feines Fell, das nahe am Körper in Dralllocken herunterhängt. Beide Rassen erreichen ein Gewicht von 60 bis 85 kg und ein ähnliches Alter wie die Lamas. Alpakas sollten jedes Jahr geschoren werden. Zehennägel müssen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Im Frühjahr werden die Tiere geschoren, damit sie die Sommermonate leichter ertragen. Auf Parasitenbefall muss besonders geachtet werden. Eine regelmäßige Entwurmung ist daher notwendig.

Wanderbegleiter und Landschaftspfleger

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© RWA
„Ich bin vor 15 Jahren ‚aufs Lama‘ gekommen, da ich in diesen Tieren einen Kumpel und Wanderbegleiter gefunden habe. Gleichzeitig können sie auch als Landschaftspfleger eingesetzt werden, die dabei keine Trittschäden verursachen“, erklärt Robert Trapichler, Obmann vom Verband Lara und selbst begeisterter Lamahalter.

Lamas und Alpakas haben bei richtigem Umgang einen sehr ruhigen Charakter und sind sehr intelligente und neugierige Tiere. Dieser Umstand macht es leicht mit ihnen einiges auszuprobieren und zu erleben. „Bei richtiger Haltung – sie sind Herdentiere und sollen nicht zu sehr ‚vermenschlicht‘ werden – finden interessierte Personen Tiere, die sowohl als Freizeitbegleit- sowie Tragtiere für Gepäck bei diversen Wanderungen optimal eingesetzt werden können“, sagt Trapichler.

Haltung von Lamas und Alpakas

Die Mindestanforderungen für die Haltung der Neuweltkameliden sind im österreichischen Tierschutzgesetz geregelt. Lamas und Alpakas haben sehr geringe Ansprüche. Als Stall genügt ihnen ein dreiseitig geschlossener Unterstand, der Schutz vor Wind und Wetter bietet. Sie sind Herdentiere und daher besser in größeren Gruppen (Minimum 2 Tiere) zu halten. Die Tiere gelten als sehr intelligent und einfach zu halten.

Gewisse Punkte müssen im Bereich der Fütterung und Pflege beachtet werden:
  • Raufaserreiches Futter,
  • Salz- oder Minerallecksteine,
  • genügend Trinkwasser in geeigneter Qualität müssen das ganze Jahr über ad libitum zur Verfügung stehen.
  • Beschäftigungsmaterial (vor allem im Winter) wie zum Beispiel Äste von Laub- oder Nadelbäumen finden bei den Tieren großen Anklang.
Weitere Informationen zu Lamas und Alpakas unter www.lamas.at.

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