Land&Forst Betriebe Österreich: Forstbesitzer bewahren heimischen Wald

Eigentum sichert nachhaltige Bewirtschaftung über Generationen.

Wien, 18. März 2016 (aiz.info). - Der internationale Tag des Waldes am kommenden Montag, 21. März, bietet einmal mehr die Gelegenheit, die Besonderheiten des heimischen Forsts in den Mittelpunkt zu rücken. Immerhin ist nahezu die Hälfte der österreichischen Staatsfläche mit Wald bedeckt und rund 300.000 Menschen sind entlang der Wertschöpfungskette Holz beschäftigt. Verantwortung für den Forst tragen die heimischen Waldbesitzer, die dafür sorgen, dass der Wald seine vielen Funktionen nachhaltig erfüllen kann, betonen die Land&Forst Betriebe Österreich.

"Der österreichische Wald ist mit seinen vielfältigen Leistungen ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Umwelt, er erfüllt Schutz-, Nutz-, Erholungs- und Wohlfahrtsfunktionen auf ein und derselben Fläche. Er spendet frische Luft, bietet den Menschen einen einzigartigen Erholungsraum, ist Lebensraum für Wildtiere und beheimatet viele Pflanzen. Der Wald schützt den Boden vor Erosionen und die Menschen vor Naturgefahren. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, schafft damit direkt und indirekt viele Arbeitsplätze und leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Grundlage für dieses komplexe Zusammenspiel der Waldleistungen ist die Bewirtschaftung. Rund 80% des österreichischen Forsts sind in Privatbesitz", verweist Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, auf die zahlreichen Vorteile des Naturguts.

"Die heimischen Waldbesitzer sichern auf Basis privaten Eigentums, einer nachhaltigen Bewirtschaftung und großer Eigenverantwortung unverzichtbare Leistungen für Gesellschaft und Umwelt. Sie sind zentral für ein erfolgreiches und international anerkanntes Forstwesen, das entlang der gesamten waldbasierten Wertschöpfungskette Arbeitsplätze schafft. Die familienbetriebene Land- und Forstwirtschaft ist der Stützpfeiler des ländlichen Raumes. Diese Betriebe hüten den heimischen Wald und seine Funktionen für unsere Nachkommen und sichern damit eine lebenswerte Zukunft für uns alle", unterstreicht Montecuccoli die große Bedeutung der heimischen forstwirtschaftlichen Betriebe.

Neue Herausforderungen für den Wald

"Angesichts der aktuellen klimatischen Veränderungen erlangen die komplexen Waldleistungen eine noch höhere Bedeutung. Immer wieder wird uns vor Augen geführt, welche massiven Schäden Wetterextreme verursachen. Umso deutlicher wird auch, wie wichtig natürliche Schutzfunktionen sind, die sofort wirken. Der Forst verfügt über eine solche Funktion, indem er Wasser speichert, den Boden vor Erosionen bewahrt und mit seiner Bestockung Lawinen unterbindet. Voraussetzung dafür ist ein gepflegter und bewirtschafteter Wald, ein Kernanliegen, das die familienbetriebene Forstwirtschaft seit jeher nachhaltig verfolgt. Denn nur aktive Waldbewirtschaftung ist Klimaschutz. Wer den Forst bewirtschaftet und das Holz daraus verwendet, der speichert auch langfristig CO2", zeigt der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich auf.

Einseitige Interessen gefährden die Waldleistungen

"Zu Klimawandel und Kalamitäten kommt eine weitere Herausforderung, nämlich das immer größer werdende Bedürfnis, den Forst als Freizeitoase zu nutzen. Wir leben in einer Zeit, wo einseitige und zum Teil egoistische Forderungen das sensible Ökosystem Wald gefährden. Der Ruf nach mehr Freizeitangeboten im Wald wird lauter. Die Forderung nach der generellen Öffnung von Forststraßen für Mountainbiker durch exponierte Kleingruppen zeigt, dass nicht nur Wald und Boden, sondern auch das Grundrecht auf Eigentum noch besser geschützt werden muss. Die Verantwortung zur Sicherstellung der vielen Waldfunktionen sowie der Schutz von Mensch und Natur liegt beim Waldeigentümer. Vertragliche Lösungen vor Ort haben sich bewährt und müssen beibehalten werden, um ein konfliktfreies Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen zu garantieren", geht Montecuccoli auf die Diskussion um die Öffnung von Forststraßen ein.

Nur gesichertes Eigentum garantiert Nachhaltigkeit

"Dazu kommen Forderungen von extremen Naturschutzgruppierungen, weitere Naturschutzgebiete auszuweisen. Es kann aber nicht immer mehr von den Waldeigentümern gefordert werden, wenn man sie gleichzeitig in der Ausübung ihrer Arbeit beschränkt. Das Problem ist nicht der einzelne Eigentumseingriff, sondern die Summation der Maßnahmen im vorgeschobenen 'öffentlichen Interesse'. Damit die Betriebe auch in Zukunft noch nachhaltig wirtschaften können, die Holzversorgung nicht gefährdet ist und ein Interessenausgleich stattfinden kann, darf es zu keinen weiteren Einschränkungen in der Bewirtschaftung mehr kommen", fordert der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

"Fakt ist, dass der Wald nur mit einer aktiven Bewirtschaftung den verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen gerecht werden kann. Die politischen Entscheidungsträger müssen sich daher zu einer aktiven Forst- und Holzwirtschaft sowie zum Schutz der Eigentumsrechte bekennen. Damit der Wald all seine Funktionen auch in Zukunft erfüllen kann, braucht es einen Interessenausgleich, der nur durch die Eigentümer passieren kann. Gesichertes Eigentum garantiert eine generationenübergreifende Landbewirtschaftung und damit eine Absicherung des ländlichen Raums", so Montecuccoli abschließend anlässlich des internationalen Tag des Waldes.