Land Tirol zahlt Kleinbauern Betriebssicherungsprämie

Verluste bei Ausgleichszulage werden kompensiert.

Innsbruck, 8. Juni 2016 (aiz.info). - Das Land Tirol zahlt rund 3.900 Bergbauernhöfen in den Erschwerniszonen 2, 3 und 4 mit weniger als 6 ha eine jährliche Betriebssicherungsprämie in der Höhe von 400 bis 600 Euro. Anlass sind Verluste bei der Ausgleichszulage im EU-Förderprogramm für die Ländliche Entwicklung, mit der natürliche Nachteile abgegolten werden. "Auch wenn Tirol in der Förderperiode 2014 bis 2020 als einziges Bundesland eine Erhöhung der Gesamtfördermittel zum Ausgleich natürlicher Bewirtschaftungserschwernisse erreichen konnte, beruht die österreichweite Kalkulation auf einer durchschnittlichen Betriebsgröße von mehr als 17 ha", teilte heute Agrarlandesrat Josef Geisler mit. Diese Benachteiligung der Klein- und Kleinstbetriebe werde nunmehr über die Landesförderung kompensiert.

"Jeder sechste Bauernhof im extremen Berggebiet hat in den vergangenen zehn Jahren die Stalltür geschlossen. Diesem Trend wollen wir von Landesseite nach Kräften entgegenwirken", erklärte Geisler. Gerade die Klein- und Kleinstbetriebe in extremen Lagen würden einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft leisten.

Die Betriebssicherungsprämie wird rückwirkend mit dem Jahr 2015 bis 2020 gleichzeitig mit der Ausgleichszulage ausgezahlt.