Landwirtschaftskammern starten Online-Diabrotica-Monitoring

Befallskarte zeigt Verbreitung erstmals überregional auf.

Wien, 23. Juli 2015 (aiz.info). - Der Diabrotica (Maiswurzelbohrer) ist der vermutlich gefährlichste Schädling im Maisanbau. Nicht umsonst heißt er in den USA "Billion-Dollar-beetle", denn die Schäden im US-Maisanbau werden jährlich auf über 1 Mrd. Dollar geschätzt. Auch in Österreich ist der Maiswurzelbohrer bereits recht verbreitet, weshalb die Landwirtschaftskammern - in Zusammenarbeit mit den Pflanzenschutzdiensten der Länder - nun auf ihrem Webportal www.lko.at Österreichs einzigen Diabrotica-Warndienst eingerichtet haben.

Dafür werden auf warndienst.lko.at in vierzehntägigem Rhythmus die aktuellen Fangzahlen aus den Bezirken der zentralen Maisanbauländer (Burgenland, Nieder- und Oberösterreich, Steiermark und Kärnten) auf einer Karte angezeigt, womit für die Landwirte die regionale Verbreitung des Schädlings über ihren eigenen lokalen Standort hinaus sichtbar wird. Überall dort, wo hohe Fangzahlen registriert werden beziehungsweise wo diese im Laufe der Zeit besonders stark ansteigen, sind Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Dies betrifft die Fruchtfolgegestaltung genauso wie selektiv den Einsatz von gezielten Pflanzenschutzmaßnahmen.

Maisbauern finden dieses neue Service der Landwirtschaftskammern und ihrer Pflanzenbauabteilungen unter warndienst.lko.at und weiter unter LK-Diabrotica-Befallskarte. Dort wirdn auf einer Österreichkarte die durchschnittliche Fangzahl je Bezirk farblich abgestuft dargestellt (weiß = kein Käfer bis dunkelrot = 750 bis 999 Käfer gefunden). Beim Bewegen der Maus über die Bezirke wird deren Ergebnis in Zahlen angezeigt. Ergänzend sind alle betroffenen Bundesländer zusätzlich in eigenen Karten dargestellt.