Meistertipp: Warum zum Traktorenleistungstest?

Bei einem Traktorleistungstest werden grundlegend zwei Werte dokumentiert: die Leistung und das Drehmoment.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass mit dem ersten Start des Motors sofort Verschleiß einsetzt? Einspritzdüsen oder Injektoren, Ventile und die Einspritz- oder Hochdruckpumpe nehmen entscheidenden Einfluss auf Leistung und/oder Kraftstoffverbrauch.

Die Leistung und das Drehmoment beim Traktor

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Meister Johannes Scheibenhofer, Werkstätte Hollabrunn © RWA
Bei einem Traktorleistungstest werden grundlegend zwei Werte dokumentiert: die Leistung und das Drehmoment. Diese beiden Werte werden als Kurvenpaar aufgezeichnet und zwar von der oberen Abregeldrehzahl (Vollgas ohne Belastung) bis zur Motordrehzahl, bei der das Drehmoment nicht mehr ansteigt. So eine Auswertung nennt man Volllastkennlinie.
Anhand dieser Volllastkennlinie erkennt man Schäden am Motor, an der Kupplung, am Getriebe, an der Kühlung usw. Wird ein Leistungstest in regelmäßigen Abständen durchgeführt, kann man rechtzeitig etwaige kleine Reparaturen vornehmen, bevor es zum Generalschaden kommt. Zusätzlich kann man den Kraftstoffverbrauch überprüfen lassen. Ein schadhaftes Einspritzsystem führt schnell zu hohem Durst des Motors. Sehr gut lässt sich auch darstellen, bei welcher Motordrehzahl man am wirtschaftlichsten arbeitet.
Autor:
Meister Johannes Scheibenhofer, Werkstätte Hollabrunn