Sichtbare Mangelsymptome in Winterweizen und Winterraps!

Aktuell (Stand: März 2016) beklagen viele Landwirte erkennbare Mangelsymptome im Winterweizen aber auch im Winterraps.

Mangelsymptome beim RapsMangelsymptome beim RapsMangelsymptome beim Raps[]
© RWA
Die Mangelsymptome beim Winterweizen und Winterraps werden durch eine rötlich/blau bis violette Verfärbung der Blätter sichtbar. Diese Symptome treten in erster Linie bei pflugloser Bearbeitung (also bei Direktsaatanbau) auf.

Jene Winterraps-Bestände, die bereits zeitig angedüngt wurden, haben eine deutlichere grüne und gesunde Blattfärbung. Die optisch klar sichtbaren Mangelerscheinungen zeigen sich Mitte März durch die ungünstig vorherrschenden Witterungsbedingungen (Die Frühtemperaturen liegen derzeit um den Gefrierpunkt und die Tageshöchstwerte sind im einstelligen Bereich). Dadurch wird die Nährstoffmobilität im Boden eingeschränkt. Deshalb ist es umso wichtiger, den Beständen baldigst Phosphor und Kalium über eine angepasste NPK-Düngung zuzuführen. Insbesondere frisches Phosphat im Frühjahr fördert die schnelle Entwicklung der Wurzel sowie des oberirdischen Aufwuchses und trägt somit zur Vitalisierung der Bestände nach Kälteperioden bei.

Verschiedene Bodenuntersuchungen haben gezeigt, dass in vielen Böden niedrige bis sehr niedrige Nmin-Werte vorherrschen. Dazu kommt, dass  - je nach Vorfrucht - durch die mikrobielle Umwandlung der Strohrotte zusätzlich Stickstoff aufgezehrt wurde.

Unsere Empfehlung

Aufgrund der Summe dieser Erkenntnisse liegt unsere Empfehlung ganz klar darin, die Bestände ehest mit einer entsprechender N, P, K, S und Mg Nährstoffzufuhr zu unterstützen um bald wieder eine ausgeglichene Nährstoffversorgung im Boden herzustellen.
Autor:
Peter Kirchmayr, Düngemittel, RWA