Südburgenländische Weidegänse reifen zu erstklassigen Martinigansln heran

Hautzinger: Regionalität bringt Produktsicherheit, Landschaftspflege und Wertschöpfung.

Eisenstadt, 12. Oktober 2017 (aiz.info). - Seit 15 Jahren läuft im Südburgenland das Projekt "Weidegans", das mittlerweile zur gleichnamigen Genussregion wurde. Aktuell werden 4.500 Tiere auf den Wiesen sowie Weiden im Landessüden gehalten und sorgen dort für die Pflege der Kulturlandschaft wie auch ein idyllisches Landschaftsbild. Die Gänse erhalten frisches Gras und wachsen durch die natürliche wie auch tiergerechte Haltung zu köstlichen Martinigansln heran, deren Saisonstart nun bevorsteht.

Nach einer sorgfältigen Aufzucht der Küken dürfen diese auf die grünen wie auch saftigen Wiesen und Weiden. Nach sechs Wochen haben die Tiere Federn und sind damit auch gegen schlechtes Wetter gewappnet. Während des Tages befinden sich die Gänse auf der Weide - eine Haltungsform, die Voraussetzung für das typische dunkle, zarte, schmackhafte und feinfasrige Fleisch ist. Die Weidegänse bleiben etwa 26 Wochen auf den Wiesen und sind um einiges fettärmer als ihre Artgenossen, die in Intensivmast in nur drei Monaten im Ausland herangezogen werden.

"Ein Vorteil der Weideganshaltung ist, dass Wiesen, die früher kaum bewirtschaftet wurden, nun durch die extensive Nutzung gepflegt werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die wunderschöne Landschaft des Südburgenlandes erhalten bleibt. Wer seine Martinigans von einem heimischen Landwirt kauft, kann sicher sein, hochqualitatives Fleisch zu essen, das von Tieren stammt, die nach den höchsten Tierschutzstandards aufwachsen konnten. Außerdem bleibt die Wertschöpfung im Land", empfiehlt der Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, Franz Stefan Hautzinger, den Griff zum regionalen Produkt.