Mehr Betriebe, aber weniger Herdebuchkühe unter Fleischleistungskontrolle 2015

Generhaltungsrassen im Aufwind.

Wien, 2. Februar 2016 (aiz.info). - Im Jahr 2015 ist die Zahl der Zuchtbetriebe unter Fleischleistungskontrolle um 64 auf 2.518 (2014: 2.454) gestiegen, während der Bestand an Herdebuchkühen um 112 auf 23.801 (2014: 23.913) gesunken ist - das entspricht einem Rückgang um 0,47%. Noch habe sich der Wegfall der Mutterkuhprämie also nicht ausgewirkt, meldet die ZuchtData.

In der Rassestatistik konnte sich erstmals eine Generhaltungsrasse an die Spitze setzen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Murbodner um 5% und liegt nun bei rund 4.512 Herdebuchkühen. Es folgen Fleckvieh (4.238) und Pinzgauer (2.515). Der Anteil der Generhaltungsrassen in der Fleischleistungskontrolle liegt mittlerweile bei über 50%.

Einen Wechsel an der Spitze gab es auch bei den Bundesländern: Mit 5.096 Herdebuchkühen ist nun die Steiermark das Land mit den meisten Fleischrinderherdebuchkühen, gefolgt von Niederösterreich (5.050) und Kärnten (3.888). Auch die meisten Kühe werden von der Rinderzucht Steiermark betreut (5.973), hier folgen ebenfalls die NÖ Genetik (4.925) und Kärntnerrind (3.766).

Deutlich höhere Wiegedichte

Insbesondere in Hinblick auf die Zuchtwertschätzung, die 2016 erstmals für eine Reihe von intensiven Fleischrinder- und Generhaltungsrassen durchgeführt wird, ist eine möglichst hohe Datendichte ein wichtiges Kriterium. Während sich die Zahl der Wiegungen in den letzten Jahren kaum änderte, wurden 2015 deutlich mehr Gewichte erhoben.

Die Standardgewichte sind im Vergleich zu 2014 überwiegend stabil geblieben, während bei den Durchschnittswerten über alle Rassen betrachtet das 200-Tage-Gewicht sowohl bei den männlichen als auch den weiblichen Kälbern gestiegen ist. Auch das 365-Tage-Gewicht weiblich hat sich verbessert. Etwas gesunken ist das 365- Tage-Gewicht männlich.

Lebensdauer gestiegen, Kälbersterblichkeit gesunken

Die Verbesserung der Managementkennzahlen wird künftig eine noch größere Bedeutung bekommen. 2015 betrug der Anteil der Kühe mit mehr als fünf Abkalbungen erstmals über 35%. Das Durchschnittsalter ist auf 6,91 Jahre gestiegen. Auch die Daten der Kälbersterblichkeit haben sich weiter verbessert, berichtet die ZuchtData. Erstmals seit zehn Jahren ist der Anteil der innerhalb von 48 Stunden verstorbenen Kälber auf unter 5% gesunken, Abkalbequote und Zwischenkalbezeit blieben konstant.

Der Jahresbericht der ZuchtData kann im Internet unter www.zar.at sowie weitere Downloads und Jahresberichte heruntergeladen werden. Detaillierte Infos sind ebenso auf www.fleischrinder.at zu finden.