Mein Naturgarten: Veredeltes Gemüse bringt mehr Ernte

Veredeltes Gemüse wird immer beliebter, denn es vereint gleich mehrere Vorteile.

Beim veredelten Gemüse werden z.B. die guten Wurzeleigenschaften einer Pflanze mit der Wuchskraft einer anderen Pflanze „verschmolzen“. Tatsächlich werden diese beiden Pflanzen kurz nach dem Keimen aufeinander gepfropft. Besonders praktisch ist das bei den Gurken. Sie sind ja selbstunverträglich und sollten nur alle 4 – 7 Jahren an dieselbe Stelle gesetzt werden. Pflanzt man sie in ein Kleingewächshaus oder ein Mistbeet, so müsste jedes Jahr die Erde ausgetauscht werden. Verwendet man aber veredelte Pflanzen, ist das nicht nötig. Auf die Wurzeln des robusten und selbstverträglichen Feigenblattkürbises werden die Edelgurkensorten gepfropft sodass die Pflanze immer am selben Platz stehen kann. Trotzdem ist es wichtig die Erde jedes Jahr mit Kompost, organischem Dünger und Bodenaktivator zu verbessern.

Ähnlich ist das bei den Tomaten. Auf Wildsorten, die besonders wuchskräftig sind, kommen die Edelsorten, die dann sogar mit 3 Trieben gezogen werden können. Die Ernte ist wesentlich größer und die Pflanzen sind robuster.
Gartenbuch 2015 von Karl Ploberger[1422457209234445.jpg]
© Verlag: aV Buch

Biogärtner Karl Ploberger, bekannt durch seine TV und Radio Sendungen, hat wieder ein Buch geschrieben: Erhältlich in vielen Lagerhäusern.
 

Karl Ploberger

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Autor:
Karl Ploberger