Mehrimporte sicherten 2013/14 Versorgung mit pflanzlichen Produkten

Agraraußenhandelsvolumen von 19,7 Mrd. auf 20,3 Mrd. Euro gestiegen.

Wien, 30. April 2015 (aiz.info). - Aufgrund des Rückgangs der heimischen pflanzlichen Produktion in der Saison 2013/14 mussten mehr pflanzliche Nahrungs- und Futtermittel importiert werden, um das hohe Verbrauchsvolumen zu decken. Laut der aktuellen Versorgungsbilanzen der Statistik Austria wurden in der Saison 2013/14 in Österreich um 6% weniger Getreide (4,59 Mio. t), 5% weniger Obst (429.400 t), 1% weniger Gemüse (674.000 t) und 9% weniger Kartoffeln (604.100 t), aber um 7% mehr Ölsaaten (344.600 t), 11% mehr Zuckerrüben (3,47 Mio. t) sowie 11% mehr Wein (2,39 Mio. hl) produziert. Damit konnte der Bedarf an Kartoffeln zu 88%, an Getreide zu 87%, an Wein zu 86%, an Gemüse zu 59%, an Ölsaaten zu 51%, an Obst zu 47% und an pflanzlichen Ölen zu 30% gedeckt werden.

Um die Versorgung sicherzustellen wurden 2,52 Mio. t Getreide (+26%), 1,38 Mio. t Obst und Gemüse (+3%), 222.000 t Kartoffeln (+16%), 812.400 hl Wein (-2%), 567.700 t Ölsaaten (+24%) sowie 338.400 t pflanzliche Öle (+5%) importiert. Insgesamt standen in diesem Zeitraum damit 5,28 Mio. t Getreide (+2%), 2,05 Mio. t Obst und Gemüse (±0%), 683.800 t Kartoffeln (-3%), 671.500 t Ölsaaten (+9%), 408.600 t Pflanzenöle (±0%), 2,78 Mio. hl Wein (+8%) und 9,08 Mio. hl Bier (+4%) als Nahrungs- und Futtermittel sowie als Rohstoff für die industrielle Verarbeitung (Food und Non-Food) in Österreich zur Verfügung.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2012/13 erhöhte sich das Agraraußenhandelsvolumen (pflanzliche und tierische Produkte) von 19,7 Mrd. auf 20,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 7,9% am gesamten Außenhandelsvolumen (258,2 Mrd. Euro). Der Wert der Agrarimporte stieg von 10,3 Mrd. auf 10,7 Mrd. Euro und jener der Exporte von 9,4 Mrd. auf 9,6 Mrd. Euro. Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 85% bei den Importen und 76% bei den Exporten.