Milchquote: Überlieferung bis Mitte November auf 137.475 t gestiegen

Zusatzabgabe beträgt mittlerweile 38,3 Mio. Euro.

Wien, 11. Dezember 2014 (aiz.info). - Die Anlieferungen der österreichischen Milchbauern an die Molkereien lagen in den ersten zwei November-Dekaden 2014 um gut 2% über dem Vorjahresniveau. Damit hat auch die Überlieferung der nationalen Milchquote weiter zugenommen. Wie aus dem jüngsten "Milchbarometer" der Agrarmarkt Austria hervorgeht, wurde die nationale Referenzmenge von Beginn des aktuellen Quotenjahres bis zum 20. November um 137.475 t überschritten, woraus sich eine Zusatzabgabe von rund 38,3 Mio. Euro ergibt. Dieser Wert wird bis Ende des Quotenjahres noch deutlich ansteigen.

Bekanntlich verfügen die österreichischen Bauern im Milchjahr 2014/15 über eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,908.432 t. Von Anfang April bis 20. November 2014 wurden 1,958.782 t Rohmilch an die Molkereien und Käsereien geliefert, womit das Vorjahresniveau um 4,9% übertroffen wurde.

Aufgrund des gegenüber dem vorgegebenen Referenzwert höheren Fettgehalts der übernommenen Milch wird zu dieser Menge ein Zuschlag von 18.509 t verrechnet, daraus ergibt sich eine fettkorrigierte Anlieferung von 1,977.291 t. Nachdem für diesen Zeitraum aber nur eine anteilige Quote von 1,839.816 t zur Verfügung steht, resultiert daraus eine saldierte Überlieferung von 137.475 t oder 7,5%, wofür eine Zusatzabgabe von rund 38,3 Mio. Euro zu entrichten ist. Falls der aktuelle Trend bei den Anlieferungen in den kommenden Monaten anhält, wird die Superabgabe laut Expertenschätzungen bis Ende März 2015 auf 50 bis 60 Mio. Euro ansteigen.