Mein Naturgarten: Mischkultur

Die Natur kennt keine Monokultur: Überall leben Pflanzen in einer Gemeinschaft zusammen.

Experten Tipp für den März von Biogärtner Karl Ploberger.

Mischkulturen im Nutz- und Ziergarten

In ungeheurer Harmonie und Vielfältigkeit wachsen und gedeihen Mischkulturen auf engstem Raum und stärken sich gegenseitig. Der Naturgärtner hat sich dies abgeschaut und in einer Jahrhunderte alten Tradition „Freunde“ und „Feinde“ unter den Pflanzen herausgefunden. Diese Mischkultur ist natürlich im Nutzgarten besonders wichtig, hat aber auch im Ziergarten eine große Bedeutung.

Vorteile von Mischkulturen

Interessant ist die Mischkultur aus vielerlei Gründen:
  • Zur Abwehr von Schädlingen (Lavendel wird zu den Rosen gesetzt, weil der starke Geruch die Läuse vertreibt).
  • Zum Anlocken von Schädlingen (Kapuzinerkresse wird auf die Baumscheiben der Obstbäume gesetzt, da bestimmte Blattläuse von der Kapuzinerkresse angelockt werden).
  • Zur Verbesserung des Wachstums (Dill kommt als Wachstumsstimulator zu den Karotten in die Saatrillen).
Pflanzen nehmen nicht nur Stoffe aus dem Boden auf, sondern sie geben auch Stoffe ab. Denken Sie nur an den starken Geruch von Knoblauch: Ob nun ätherische Öle oder auch Düngestoffe, die „Nachbarn“ ziehen daraus einen Nutzen.
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© Karl Ploberger
Text und Bilder entnommen aus:

Karl Ploberger
Der neue Garten für intelligente Faule
"Garteln im Takt der Natur"
ISBN 978-3-8404-7505-4
Preis: Euro 19,90

www.biogaertner.at
Autor:
Karl Ploberger