Für jede Anwendung den passenden Düngekalk

Ob Stoppelkalkung, Zwischenfruchtkalkung oder Vorsaatkalkung: Unsere Dünger-Fachleute geben Ihnen Tipps, worauf Sie bei der Kalkung achten sollten.

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© RWA
Nach der Getreideernte bieten sich die tragfähig durchwurzelten Böden für die Erhaltungskalkung zum Ausgleich verbrauchter Bodenkalkreserven an. Wir empfehlen dafür den Universal-Kalk „(MG) Mischkalk“ mit Streumengen von 2.000 bis 2.500 kg/ha.

Tipp: In vielen Lagerhäusern können Sie dafür leistungsfähige Großflächen-Kalkstreuer ausleihen.

Hochwertige (Mg) Mischkalke in mehlfeiner Form haben eine hohe Kontaktwirkung. Sie regulieren den pH-Wert des Bodens und besitzen eine strukturfördernde und hygienisierende Wirkung.

Kalk ist „der Maurer im Boden“

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Durch die Tonflockung (Volumenvergrößerung) mit anschließender Porenwinkelvermörtelung (in erster Linie durch Brantkalk und Mischkalk) entsteht bereits für die Zwischenfrucht, die Begrünung oder für die folgende Saat (z.B. Raps) eine günstige Bodenstruktur. Speziell Begrünungen und Zwischenfrüchte fördern bei ausreichend wasserlöslichen Kalken im Boden die Verbindung der Tonteilchen mit Humus zu stabilen Ton-Humus-Komplexen. Diese Strukturkomplexe können von auftreffenden (Stark)-Niederschlägen nicht zerstört werden. Die Verschlämmung der Bodenoberfläche wird reduziert und das Niederschlagswasser kann besser und kurzfristig auch in höheren Mengen vom Boden aufgenommen werden. Dadurch leisten Branntkalke und Mischkalke einen wesentlichen Beitrag zum Erosionsschutz.
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Tonflockung © RWA

Vorsaatkalkung mit feinkörnigen Branntkalken

Vor der Saat von Raps und Frühherbstsaaten (Gerste) bieten sich feinkörnige Branntkalke mit 500 bis 1.000 kg/ha an. Die Branntkalke sollten seicht eingearbeitet (5 cm) auf das vorbereitete Saatbeet aufgestreut werden. Der kurzfristige pH-Wert Anstieg in der Krume bewirkt eine Hygienisierung des Bodens. Dadurch werden bodenbürtige Krankheitserreger (z.B. Kohlhernie, Rostpilze) stark reduziert. Auch Ackerschnecken können mit einem oberflächlichen Branntkalkfilm zurückgedrängt werden. Grundsätzlich wirkt Branntkalk in der Körnung 0 bis 4 mm am besten. Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen können aber auch die Körnungen von 1 bis 3 mm und 3 bis 8 mm mit dem Streugerät ausgebracht werden.

Tipp: Branntkalk kann im Lagerhaus lose, zur längeren Lagerung im verschweißten Big-Bag oder gesackt bezogen werden. Der gesamt basisch wirkende CaO Gehalt bei Mischkalken oder Branntkalken liegt bei österreichischer Herkunft in der Regel höher als bei vergleichsweiser Importware

Alternative zu kohlensauren Kalken: Kalkkorn-S

Zur Kopfkalkung, Vorsaatkalkung, zur Beimischung in Mischdüngern und zur Ausbringung mit dem eigenen Streuer bietet sich (neben den bekannten kohlensauren Kalken) auch das preiswerte Granulat als Kalkkorn-S an. Kalkkorn-S reguliert den pH-Wert, steigert die Pufferleistung des Bodens und enthält 2 % wasserlöslichen Sulfatschwefel zur Grundversorgung der Pflanzen. Schwefel ist ein essenzieller Nährstoff, sowohl im Boden zum Humusaufbau, als auch in der Pflanze, wo Schwefel zur Steigerung der Effizienz für die Stickstoffaufnahme beiträgt.

Dolokorn-Granulat für zusätzliche Magnesium-Versorgung

Zur Versorgung der Pflanzen mit Magnesium steht das granulierte Dolokorn mit Magnesium zur Verfügung. Da Magnesium das zentrale Element bei der Photosynthese ist, wird diese bei einem Mangel rasch reduziert, was ein Sinken der Ertragsleistung zur Folge hat. Dolokorn granuliert eignet sich zur Ausbringung mit dem Pendelstreuer oder Tellerstreuer.

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Autor:
Peter Kirchmayr, RWA Düngemittel