Klarer und zur Füllung fertiger Most

Wie wird mein Most? Kann ich noch etwas berichtigen? Ist der Most fertig für die Füllung in Flaschen? Und welchen Tiefenfilterschichten-Typ benötige ich für die einzelnen Filtrationsschritte meines Mostes?

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Tipp: Geben Sie frühzeitig eine Probe in einem Wein-/Mostlabor ab. Dort werden Säure, Alkohol, Restzucker- und Schwefelgehalt bestimmt und Sie erhalten eine individuelle Beratung.

Grundsätzlich sind eine abgeschlossene Reifelagerung und die Beständigkeit des Mostes (mikrobiologisch und chemisch) Voraussetzungen für die Abfüllung in Flaschen. Eine keimarme Flaschenfüllung ist nur mit stabilen und trocken ausgebauten Obstweinen möglich. Das heißt: ein Obstwein ohne Zuckerreste, Säurewerte mit mindestens 6 Promille und einem über mehrere Wochen stabilen freien SO2-Spiegel von 30 bis 40 mg/l. Der Most sollte für die Lagerung blank filtriert sein und Gerbstoffe und Eiweiß sollten durch eine Schönung entfernt worden sein.

Bevor Sie mit dem Abfüllen beginnen …

Das A & O für eine keimarme Flaschenfüllung ist natürlich eine saubere Handhabung. Achten Sie daher vor der Abfüllung auf die gründliche Säuberung der Flaschen und der Fülllinie.

Vor jeder Filtration müssen die Filterplatten, die Filterplattenkammer und die Dichtungen vom Schichtenfilter gereinigt und abgespült werden. Alle Schläuche sollten durchgewaschen werden (achten Sie darauf, dass diese auch austropfen können). Die Hygiene hat einen sehr hohen Stellenwert, denn nur wenn mostschädliche Mikroorganismen entfernt wurden, kann der Most in der Flasche stabil bleiben. Auskünfte zu den notwendigen professionellen Reinigungsmitteln und deren Anwendung erhalten Sie von den Fachberatern in Ihrem Lagerhaus.

Die Schichtenfiltration hat sich bewährt

Bei der Mostproduktion hat sich die Schichtenfiltration bewährt: schonende Vorbereitung des Mostes zur Füllung mit flexibel einsetzbaren Schichtentypen (= Abscheidebereiche) zu geringen Filtrationskosten.

Die Filterschichten müssen makellos und sauber sein, damit sie weder Geruchs- noch Geschmacksstoffe an den zu filtrierenden Most abgeben. Nur bei falscher Lagerung der Tiefenfilterschichten (z.B. im Kartoffelkeller, neben Produkten die leicht Gerüche abgeben) oder bei seit längerer Zeit offenen Packungen kann es zu einem Fehlton beim Most kommen. Deshalb Filterschichten immer trocken, staubfrei und vor allem geruchsfrei lagern!

Die passende Filterschicht von Preziso

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Bei der Auswahl hilft das Produktsortiment der Preziso-Tiefenfilterschichten. Es bietet mit seinem Abscheidebereich von 3,5 bis 0,1 m eine lückenlose Abstufung, wodurch eine exakte Anpassung an die jeweilige Anforderung innerhalb dieses Trennbereichs möglich ist. Und es wurde auf eine fachgemäße und übersichtliche Bennennung geachtet:

  • So werden beim Abzug vom Geläger Grobschichten (PG = Preziso Grobfiltration) für die klärende Filtration verwendet.
  • Die Feinfilterschichten (PF = Preziso Feinfiltration) halten feinste Partikel zurück und der Most verlässt den Filter klar. Sie bilden die Voraussetzung für die Entkeimungsfiltration.
  • Die Entkeimungsschichten (PS = Preziso Sterilfiltration) haben eine hohe Keimrückhalterate und werden im Zuge der Flaschenfüllung für eine lange Haltbarkeit des Mostes eingesetzt. Verwendung nur nach einer Vorfiltration über Klärschichten!

Tiefenfilterschichten wässern

Bevor Sie jedoch mit der Filtration des Mostes beginnen, müssen Sie die Tiefenfilterschichten wässern. Zum Wässern wird zunächst der Filter mit den Filterschichten bestückt. Anschließend pumpt man sauberes Wasser durch, bis dieses wieder geschmacksneutral austritt. Sollten Sie auf die Wässerung vergessen oder diese nicht ordnungsgemäß durchführen, wird der Most einen papierenen Geschmack haben.

 

Nach der Filtration und der Füllung des Mostes benötigen Sie im Anschluss einen kühlen Lagerraum für Ihre Flaschen und der Most sollte möglichst bald aufgebraucht werden.

Informieren Sie sich in Ihrem Lagerhaus

Fachliche Beratung und Produkte bekommen Sie in Ihrem Lagerhaus und in den Lagerhaus-Weinbaucentern und Shops.