Nachfrage nach Nadelsägerundholz im Inland sehr rege

Preise haben sich auf attraktivem Niveau weiter gefestigt.

Wien, 17. November 2014 (aiz.info). - Der Rückgang der Exporte in Kombination mit schleppendem Konsum und sinkenden Investitionen im Inland führten zu einer Stagnation der österreichischen Wirtschaft, die sich mittlerweile noch weiter abgeschwächt hat. Laut WIFO-Frühindikatoren sollte diese Schwächephase noch zumindest bis Ende des Jahres anhalten. Von dieser allgemein schwierigen konjunkturellen Entwicklung ist auch die österreichische Sägeindustrie nicht verschont geblieben. Im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen sind Produktion und Export - auch aufgrund der geringeren Holzverfügbarkeit - deutlich zurückgegangen.

Entgegen dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend ist bei unterschiedlicher Bevorratung die Nachfrage nach Nadelsägerundholz im Inland sehr rege. Bereits produziertes Holz fließt allgemein rasch ab und kann problemlos angeliefert werden. Die Starkniederschläge der letzten Wochen haben regional die Holzernte weiter verzögert. Die Preise haben sich auf attraktivem Niveau weiter gefestigt und bewegen sich beim Leitsortiment Fichte zwischen 92 und 103 Euro je Festmeter (FMO). In Kärnten kommt der obere Wert des Preisbandes bei 95 Euro zu liegen. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Der Laubsägerundholzmarkt stellt sich zu Beginn der Einschlagsaison differenziert dar. Dem Trend der Vorjahre folgend, sind dunklere Holzarten wie Eiche rege nachgefragt. Ende Jänner/Anfang Februar 2015 werden von den Waldverbänden an den Standorten Heiligenkreuz (NÖ), St. Florian (OÖ) und Großwilfersdorf (Stmk.) wieder Wertholz-Submissionen durchgeführt, es wird eine rege Nachfrage erwartet. Keine Verbesserung ist beim Absatz von Rotbuche zu verzeichnen, die Preise bewegen sich hier weiterhin auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Standorte der Laubholzsägewerke sind aber unterdurchschnittlich bevorratet und daher sehr aufnahmefähig.

Industrieholz: Preise stabil

Die Standorte der Papier-, Platten- und Zellstoffindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet, eine Nachfrage ist dennoch gegeben. Die Zufuhr ist teilweise kontingentiert, die Industrie ist aber um eine zeitgerechte Holzabfuhr bemüht. Die Preise sind fest. Die Nachfrage nach Buchenfaserholz ist bei sehr guter Bevorratung und stabilen Erlösen verhalten. Am Energieholzmarkt ist aufgrund der bislang überdurchschnittlich hohen Temperaturen wenig Dynamik gegeben. Die Standorte sind noch sehr gut bevorratet, die Preise sind stabil. Die Nachfrage nach Scheit- und ofenfertigem Brennholz ist der Jahreszeit entsprechend normal. Insbesondere in Ballungszentren können diese Sortimente zu guten Konditionen abgesetzt werden.