Nachfrage nach Nadelsägerundholz unverändert hoch

Preise auf hohem Niveau stabil - Absatzchancen sollten genützt werden.

Wien, 16. Jänner 2013 (aiz.info). - Die Weltwirtschaft zeigte gegen Ende 2012 noch wenig Dynamik. Wirtschaftsexperten erwarten jedoch besonders in den Schwellenländern eine deutliche Erholung im Frühjahr 2013. Weiterhin sorgt die Staatsverschuldung einiger Euroländer für ein gedämpftes Wirtschaftswachstum in Europa. In Österreich war im vierten Quartal 2012 ebenfalls eine verhaltene Wirtschaftsentwicklung festzustellen, im Jahr 2013 werden jedoch ein Wachstum der Exporte und damit eine Konjunkturbelebung erwartet.

Trotz Weihnachtsurlauben und Revisionsstillständen, die auf bis zu drei Wochen ausgedehnt wurden, bewegen sich die Rundholzlagerstände der heimischen Sägewerke weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau. Dies hält bei weiterhin verminderter Schnittholzproduktion die Nachfrage nach Nadelsägerundholz unverändert hoch. Regional sind Produktion und Abtransport des Rundholzes wegen der starken Niederschläge in den vergangenen Wochen eingeschränkt. Die Preise für Nadelsägerundholz sind auf hohem Niveau stabil, teilt die LK Österreich in ihrem jüngsten Holzmarktbericht mit.

Experten: Konkreter Nachfrage rasch entsprechen

Die aktuell sehr guten Bedingungen beim Verkauf von Nadelsägerundholz sollten genutzt und konkreter Nachfrage rasch entsprochen werden. Keinesfalls sollte Holz ohne Verträge produziert werden, betonen die Marktexperten.

Der Absatz von Laubsägerundholz gestaltet sich bei Rotbuche anhaltend zäh, eine Belebung für die laufende Einschlagsaison ist nicht zu erwarten. Ahorn und Pappel werden ebenfalls nur wenig nachgefragt. Im Gegensatz dazu ist der Bedarf an Eiche und Buntlaubhölzern bei attraktiven Preisen hoch. Dies spiegelt sich auch beim Mengenangebot bei den Wertholz-Submissionen in Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark wider, wo Eiche die Hauptmenge darstellt. Auch Esche wird nach einem leichten Aufwärtstrend im Vorjahr wieder rege nachgefragt.

Preise für Industrieholz regional etwas gestiegen

Die Lagerstände der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie haben sich gegenüber den Vormonaten weiter verringert, die Preise für Industrieholz sind regional leicht gestiegen. 2012 wurden Rekordernten bei Baumwolle eingefahren, was den Buchentextilfasermarkt unter Druck bringt. Der Absatz von Buchenfaserholz läuft trotz geringer Preisrücknahmen zufriedenstellend. Der Energieholzmarkt verläuft weiterhin ruhig, die Brennholzlager der Großverbraucher sind gut beschickt. Der Bedarf der Haushalte an trockenem Ofenholz bleibt sehr groß.

Seit 01.01.2013 kommt für regelbesteuerte land- und forstwirtschaftliche Betriebe bei der Vermarktung von Rohholz der Normalsteuersatz von 20% zur Anwendung. Ermäßigt bleibt weiterhin Brennholz, welches mit 10% Umsatzsteuer belegt ist. Holz jeglicher Form (Rundlinge, Scheite, Schnitzel, etc.), das als Brennholz verkauft wird, sollte in der Rechnung eindeutig als solches ausgewiesen werden. Für umsatzsteuer-pauschalierte Betriebe kommt es zu keiner Änderung der Anwendung von 12% beziehungsweise 10%.