Viele Neuheiten von John Deere

Erfahren Sie mehr über die neuen 6R-Traktoren, die 5G-Spezialtraktoren und die Neuerungen bei den John Deere-Mähdreschern.

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Die neuen 6R-Modelle von John Deere rollen ab November 2014 an © John Deere
John Deere bringt Ende 2014 bzw. kommendes Jahr eine Reihe an Neuheiten auf den Markt. Für österreichische Betriebe dürften die neuen 6R FT4-Traktoren, die 5G-Traktorenserie sowie die Mähdrescher-Neuheiten besonders interessant sein.

Die neuen Traktoren 6175R bis 6215R

Die John Deere 6-Zylindermodelle 6175R, 6195R und 6215R mit Motoren der Abgasstufe IV/Final Tier 4 ersetzen die 3 aktuellen 6R-Modelle, die mit Motoren der Abgasstufe IIIB/iT4 ausgerüstet sind. Die neuen 6R-Traktoren der Premium-Klasse sind ab November 2014 lieferbar.

Angetrieben werden die neuen 6R-Traktoren von PowerTech PVS/PSS-Motoren mit 6,8 l Hubraum und Nennleistungen zwischen 175 und 215 PS (97/68 EC). Das bedeutet gegenüber den Vorgängermodellen eine Leistungssteigerung um 5 PS. Der PSS-Motor der Modelle 6195R und 6215R verfügt über einen Reihenturbolader, der durch stärkere Komprimierung der Luft in den Brennkammern für höhere Leistung sorgt. Das Intelligente Power Management (IPM) des Motors stellt außerdem eine Zusatzleistung von 40 PS für Transport- und Zapfwellenarbeiten bereit (10 PS mehr als beim Vorgänger). Zusammen mit AdBlue, dem Dieseloxidationskatalysator (DOC) und der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) sorgt der Dieselpartikelfilter (DPF) für eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs und besseres Ansprechverhalten des Motors.

Getriebevarianten der neuen 6R-Modelle

Die Kraftstoffeffizienz der neuen Modelle kann durch die Wahl des stufenlosen AutoPowr-Getriebes oder des neuen DirectDrive-Doppelkupplungsgetriebes gesteigert werden. Die für das DirectDrive-Getriebe verfügbaren Software-Updates umfassen die automatische Einstellung der Kupplungsansprache, Ganganpassung und Auswahl des Anfahrgangs. Schaltgetriebe mit 4-fach Lastschaltung sind ebenfalls weiterhin erhältlich.

Die 6R-Traktoren verfügen über einen neuen Hydraulikventilblock, der leichter zugänglich ist und dank Schnellentriegelungshebeln das Abkuppeln vereinfacht. Der optional lieferbare Premium-Frontkraftheber kommt mit einem eigene Zusatzsteuergerät, drucklosem Ölrücklauf, einer Fernbedienung zum Heben und Senken sowie einem elektronischen Positionsregler zur einfacheren Verwendung frontmontierter Anbaugeräte.

Ein Blick in die Kabine der 6R-Traktoren

Arbeiten am Feld in der NachtArbeiten am Feld in der NachtArbeiten am Feld in der Nacht[]
Die LED-Leuchten bieten eine höhere Lebensdauer und geringeren Energieverbrauch als Halogenscheinwerfer © John Deere
Bei der Entwicklung der ComfortView-Kabine wurde darauf geachtet, Stress und Ermüdung des Fahrers vor allem an langen Arbeitstagen möglichst gering zu halten. Bei Modellen mit DirectDrive- oder AutoPowr-Getriebe ist der neue 6R-CommandARM (wie bei den neuen Traktoren der Serien 7R und 8R) mit einem elektronischen Joystick und dem CommandCenter-Display der 4. Generation ausgestattet, das sich wie ein Tablet intuitiv bedienen lässt.

Dank neuer Weitwinkelspiegel hat der Fahrer das Umfeld und selbst große Anbaugeräte im Blick. Die leistungsstarken, vom CommandCenter-Display aus bedienbaren LED-Leuchten sorgen für optimale Sicht bei Nachteinsätzen. Ihre Stromaufnahme beträgt nur 45 % des Bedarfs von normalen Halogenscheinwerfern, dafür ist ihre Lebensdauer 55-mal länger.

Die für FarmSight vorbereiteten neuen 6R-Traktoren können mit JDLink Telematik ausgerüstet werden.

6R: Einfachere Wartung und längere Intervalle

Die wichtigsten Wartungspunkte der neuen 6R-Traktoren sind für Wartungsarbeiten gut zugänglich. Durch die Verlängerung der Wechselintervalle für Ölfilter, Kraftstofffilter und Motorölfilter von 500 auf branchenführende 750 Stunden werden die Kosten für Ersatzteile und Wartung gesenkt. Durch den Einbau eines Dieselpartikelfilters, dessen Lebensdauer der des Traktors entspricht, und den geringen Verbrauch an AdBlue werden zusätzliche Einsparungen erreicht.

Neue Spezialtraktoren der Serie 5G

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Die 5GV-Traktoren sind für den Wein- und Obstbau konzipiert © John Deere
Das aktuelle Angebot an John Deere Spezialtraktoren der Serie 5G umfasst 4 Baureihen mit 3,2-l- und 4,5-l-Motoren der Emissionsstufe IIIA mit Nennleistungen von 75, 85 oder 100 PS (97/68/EC). Diese neue Serie wurde dafür optimiert, Kunden mit Obst- oder Weinbaubetrieben oder bei anderen Anwendungsbereichen, die eine schmale Spurweite erfordern, ein hohes Niveau an Komfort, Leistung, Hydraulikleistung und Wendigkeit zu bieten.

Traktoren der Serien 5GF, 5GN und 5GV sind mit einer offenen Fahrerplattform oder einer neuen, breiten Kabine erhältlich.

5G-Optionen für Getriebe, Zapfwelle und Hydraulik

Darüber hinaus steht eine Auswahl an Getriebevarianten, Zapfwellen- und Hydraulikoptionen zur Verfügung. Einige Beispiele:
  • 12V/12R-Gang-Getriebe bis zum 24V/12R-Gang PowrReverser Getriebe mit Allradantrieb
  • 540/540E Zapfwelle oder 540/1000 Zapfwelle mit Wegzapfwelle
  • Doppelpumpen-Hydrauliksystem mit zwei mechanischen ZSG oder Dreifachpumpen-Hydrauliksystem mit vier elektro-hydraulischen ZSG inklusive 7 Zwischenachskupplungen
Das Hydrauliksystem bietet reichlich Leistung: In der Ausstattung mit 3 Pumpen fördert es bis zu 122,5 l/min. Für erhöhten Bedienkomfort können Anbaugeräte bei Verwendung der elektrohydraulischen ZSG-Option auf Tastendruck per Joystick bedient werden.

Der 3-Punkt-Kraftheber bietet eine Hubleistung von 2.590 kg; mit zusätzlichen Hubzylindern kann diese auf 3.100 kg erhöht werden. Neue Bedienelemente ermöglichen die hydraulische seitliche Steuerung des Krafthebers, wodurch der Einsatz heckmontierter Anbaugeräte auf engem Raum vereinfacht wird. Außerdem kann der Fahrer das Anbaugerät manuell parallel zum Boden einstellen, wenn zum Beispiel am Hang gearbeitet wird.

Neue John Deere 5GL-Traktoren

Vervollständigt wird das Angebot an John Deere-Spezialtraktoren für 2015 mit der Serie 5GL. Die allradgetriebenen Modelle mit 75 und 85 PS verfügen über eine offene Fahrerplattform und ein 24V/24R-Gang Sync Reversierer-Getriebe mit mechanischer Lastschaltung. Sie eignen sich besonders für Weinbau mit Spalieren.

Neue Mähdrescher W330 und W440

Mähdrescher W440 auf dem Feld[]
Der Mähdrescher W440 im Einsatz © John Deere
John Deere erweitert das Sortiment an Erntemaschinen mit dem Mähdrescher W330. Dieser 5-Schüttler Mähdrescher mit 216 PS und Vordreschtrommel (PTC) wurde für die Anforderungen von Landwirten entwickelt, die nach einer leistungsstarken, aber kompakten Maschine suchen. Mit 750 mm breiten Reifen liegt die Gesamtbreite des Mähdreschers unter 3,3 m und der Wenderadius bei nur 6,5 m.

Vordreschtrommel und Nachdrescher

Mähdrescher W330[]
Mähdrescher W330 © John Deere
Die Vordreschtrommel (PTC) der Modelle W330 und W440 erhöht die Dreschleistung um 20 %. Mit dem in der Branche einzigartigen Nachdrescher wird das Erntegut nachgedroschen, wodurch die Haupttrommel, die Schüttler und die Siebe entlastet werden. Das Ergebnis ist eine Maschine mit kompakten Abmessungen, die trotzdem die Leistung größerer Maschinen in diesem Segment erreicht.

Sauberes Korn - bereit für erneute Aussaat

Beginnend mit dem Dreschkorb unter dem PTC-System, der von der Kabine aus unabhängig vom Hauptdreschkorb eingestellt werden kann, verfügt der W330 über ein effizientes Abscheidesystem. Es ermöglicht dem Fahrer, auf wechselnde Bedingungen einzugehen, indem der vordere Dreschkorb geöffnet wird und weniger kurzes Stroh auf die Siebe gerät. 5 Schüttler und eine optional erhältliche angetriebene Abscheidetrommel oberhalb der Schüttler sorgen für effiziente Abscheidung. Durch die große Siebfläche mit verstellbaren Lüftungsöffnungen wird Korn in Saatgutqualität erreicht, da der Luftstrom zur Vorder- oder Rückseite des Obersiebs geleitet werden kann, je nach Erntegut und Bedingungen.

Das Präzisionspaket Mähdrescher

Für das Modelljahr 2015 bringt John Deere das Präzisionspaket Mähdrescher heraus. Es enthält den Display-Fernzugriff (RDA), kostenlosen Online-Support des Vertriebspartners rund um die Uhr, interaktive Mähdreschereinstellung (ICA) und das automatische Lenksystem AutoTrac.

Neuerungen bei Mähdreschern der T-Serie

Für die T-Serie bietet John Deere ein Hochleistungspaket, mit dem eine Leistungssteigerung von 10 % erzielt werden kann - selbst unter schwierigen und feuchten Erntebedingungen. Das Paket enthält ein-/ausschwenkbare Teile des Abscheidekorbes und Hochleistungs-Siebelemente für Vorreiniger und Obersieb.

Neuerungen bei Mähdreschern der S-Serie

Das Getreidepaket wurde entwickelt, um die Leistung der Mähdrescher S680, S685 und S690 unter feuchten Bedingungen um 5 % zu steigern und es wird bei einem Feuchtegehalt im Stroh von über 25 % empfohlen. Es enthält den Rotor mit variablem Gutfluss, Hochleistungs-Abscheidekörbe, verstärkte Abscheideelemente und das aktive Separatorkonzept. Durch ausgewogenen Gutfluss unter schwierigen Bedingungen reagiert es flexibel, wenn eine größere Menge an Erntegut plötzlich die Maschine durchläuft. Der Schrägförderer mit 4 Ketten und die Einzugstrommel mit 8 Flügeln verbessern den Gutfluss im Vergleich zu den vorherigen großen Mähdreschern der S-Serie.

Motoren der Abgasstufe Final Tier IV

Mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) und selektiver katalytischer Reduktion (SCR) erfüllen die Mähdrescher S660 und S670 jetzt die Anforderungen der Abgasstufe Final Tier IV. Die maximale Leistung wurde beim S660 um 19 PS auf 392 PS erhöht, beim S670 um 24 PS auf 449 PS.

Neue Schneidwerke 600D und 600F

  • 600D: Der Hauptunterschied von Bandschneidwerken zur vorhergehenden Technik besteht in der größeren Breite des Bands in Kombination mit der oberen Schnecke. Beide sorgen für Bestleistungen in Raps bis zu 6 t/ha. Das 12,2 m breite Bandschneidwerk 640D erhöht die Produktivität eines S690i um mindestens 10 %. Die Schneidwerke sind in Breiten von 6,6 m bis 12,2 m (625D bis 640D) erhältlich, seitliche Rapstrennmesser sind optional.
  • 600F: Für die Ernte von kurzem oder liegendem Ernteguts ist das Schneidwerk 600F die beste Wahl. In der flexibelsten Einstellung kann das Schneidwerk Höhenunterschiede von bis zu 30 cm ausgleichen. Die Schneidwerke 600F sind in Größen von 6,0 m bis 10,7 m erhältlich (620-635F). Der feststehende Modus ermöglicht die Nutzung des Schneidwerks mit einem Rapsvorsatz oder bei längeren Ernteeinsätzen in stehendem Erntegut.
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