Niederösterreichischer Lokalaugenschein bei der Ernte

Agrarlandesrat Stephan Pernkopf überzeugt sich im Lagerhaus von der Leistungsfähigkeit der Getreideübernahme

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LR Dr. Stephan Pernkopf, RWA-Aufsichtsratsvorsitzender sowie Obmann Lagerhaus Marchfeld ÖR DI Dr. Hannes Lang, RWA-Generaldirektor DI Reinhard Wolf © RWA
Obersiebenbrunn, 20. Juli 2015 – Auf Einladung der RWA Raiffeisen Ware Austria AG besuchte Agrarlandesrat Stephan Pernkopf vergangene Woche das Lagerhaus Marchfeld und machte sich vor Ort ein Bild vom Verlauf der diesjährigen Ernte. Dabei erkundigte er sich über die heurigen Aussichten für Niederösterreichs Bauern als auch über die auf Hochtouren laufende Ernteübernahme in den niederösterreichischen Lagerhäusern.
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LH Marchfeld Agrar-Sptl. Ing. Christian Burger, Landwirt Mag. (FH) Alexej Prosoroff, LR Dr. Stephan Pernkopf, RWA-GD DI Reinhard Wolf, LH Marchfeld GF Rudolf Brandhuber und ÖR DI Dr. Hannes Lang, RWA-AR-Vorsitzender und Obm. des LH Marchfeld © RWA
„Im Rahmen der laufenden Ernte ist es für mir wichtig zu wissen, wo die Landwirte aktuell stehen und welche Vermarktungsmöglichkeiten sich diesen heuer bieten“, so Agrarlandesrat Pernkopf im Rahmen seines Besuches am Standort Obersiebenbrunn der Lagerhaus-Genossenschaft Marchfeld. Dieser folgte der Einladung von Reinhard Wolf, RWA-Generaldirektor, sowie Hannes Lang, RWA-Aufsichtsratsvorsitzender und Obmann des Lagerhauses Marchfeld.

Gemeinsam diskutierten diese die ersten Ergebnisse der heurigen Ernte und das vielfältige Vermarktungsangebot der Lagerhäuser. Beeindruckt zeigte sich Pernkopf insbesondere vom bewährten System der Poolvermarktung und dem innovativen Modell der Düngemischanlagen. Letztere lobte er als „moderne Interpretation des Genossenschaftswesen“, da die Lagerhaus-Genossenschaften hier wegweisende Investitionen im Sinne einer mehrfachen Nachhaltigkeit tätigen. Die Düngemischanlagen bringen den Landwirten mehr Effizienz sowie Kostenersparnis und tragen gleichzeitig auch dem Umweltgedanken Rechnung. „Die Rolle der Lagerhäuser ist es, den Landwirten als vertrauenswürdiger und kompetenter Partner zur Verfügung zu stehen und vor allem auch Innovationen in den heimischen Höfen zu verankern“, so Wolf.

Erste Ernteanalysen zeigen bei Weizen sowohl bei der Menge als auch der Qualität regional sehr große Schwankungsbreiten. In Summe ist damit zu rechnen, dass die Ernte in Niederösterreich mengenmäßig dem mehrjährigen Schnitt entspricht oder leicht darüber liegt. Die bisher geernteten Qualitäten liegen hinsichtlich des Proteingehalts hingegen tendenziell unter dem Schnitt. Raps zeigt im bisherigen Ernteverlauf ebenso große Unterschiede und schlechtere Erträge als im Vorjahr. Ein erfreuliches Bild ergibt sich bei der Winter-Braugerste mit einer guten Braueignung.

Im Marchfeld, wo das Zusammentreffen stattfand, sind derzeit zwei Drittel geerntet, so Rudolf Brandhuber, Geschäftsführer des Lagerhaus Marchfeld: „In unserer Region sind die geernteten Qualitäten beim Weizen sehr unterschiedlich. Wir haben im mehrjährigen Vergleich einen höheren Mahlweizen-Anteil bei Erträgen von drei bis zu knapp acht Tonnen pro Hektar“.