Von der Obstauswahl bis zum Saft

Bei der Veredelung zu eigenen Obstprodukten wie Saft, Most und Edelbrand gilt: Sauber arbeiten und qualitativ hochwertiges Obst verwenden!

1. Schritt: Die Auswahl der Früchte

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Ausgangsprodukt für die Weiterverarbeitung ist der Saft der Früchte. Dabei gilt generell:
  • Verarbeiten Sie das Obst, wenn Sie es auch frisch essen würden und sortieren Sie es mit großer Sorgfalt.
  • Verwenden Sie nur gesundes und reifes Obst. Unreife, überreife, angefaulte und aufgerissene Früchte sind auszusondern. Selbst das oft übliche Ausschneiden von Faulstellen wird in Frage gestellt, denn wenn bei vergorenen Getränken die Harmonie im Geschmack fehlt, weiß man, dass schon die gesamte Frucht befallen war.
  • Achten Sie auch darauf, dass die Früchte nicht überreif sind. Saft aus überreifen Äpfeln und Birnen ergibt mehr Bodensatz und liefert eine geringere Saftausbeute. Die Saftgewinnung wird Sie dann vor größere Herausforderungen stellen und der Prozess wird arbeitsaufwendiger.

2. Schritt: Das Obst gründlich waschen

Vor dem Mahlen sind die Früchte gründlich mit Trinkwasser zu reinigen. Auch wenn das Obst aus Ihrem Garten stammt, es haften Mikroorganismen (verursachen Fehlgärungen) und Schmutzteile (lösen sich im Presssaft auf) an der Schale. Außerdem sollten weder Blätter, noch Gras oder Erde in die Obstpresse gelangen.

3. Schritt: Maischen mit Obstmühlen

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Das so genannte Einmaischen bewirkt, dass die Zellwände zerstört werden und die Entsaftung leichter erfolgen kann. Die Zerkleinerung des Obstes erfolgt meist mit Obstmühlen.
Zum Zerkleinern von Äpfeln und Birnen eignet sich die Impos Motorobstmühle „MO“ (1) (230V) mit einer Stundenleistung von ca. 700 kg.
Auch die handbetriebene Impos Obst- und Beerenmühle „Baby“ “ (2) ist eine gute Wahl. Die gewonnene Maische kann entweder sofort weiterverarbeitet, oder für eine verbesserte Aufschließung noch behandelt werden. Schon die Zugabe einer geringen Dosage von Preziso Enzym Extraktion kann helfen, eine größere Ausbeute zu erreichen und den oben beschriebenen Zerstörungsprozess der Zellwände zu beschleunigen. Die Zugabe erfolgt gleich nach dem Musen zur Maische.
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1 Motorobstmühle, 2 Obst- und Beerenmühle, 3 Obstpresse, 4 Schüsselpresse © RWA

4. Schritt: Beständig pressen mit wenig Druck

Eine Presse hat nicht die Aufgabe, die Zellen des Fruchtfleisches zu zerdrücken, sondern den Saft abzutrennen (die Aufschließung erfolgt bereits beim Maischen). Das heißt: Ein hoher Pressdruck ergibt keine höhere Saftausbeute. Im Gegenteil: Dadurch werden die Saftablaufkanäle verengt oder verschlossen. Das Mahlgut über Nacht zu pressen (langer Pressdruck) bringt auch keine Verbesserung, denn bei längeren Presszeiten steigen Gerbstoffgehalt und Infektionsgefahr. Beständiges Pressen mit kurzer, häufiger Druckfolge und geringem Kraftbedarf ist sehr wirksam. Daher gilt: Ein möglichst kurzer Saftweg, ein geringer Pressdruck und eine rasche Verarbeitung wirken sich positiv auf die Saftqualität aus.

Hierfür eignen sich die Hydropressen von LancmanTM, die das Mahlgut mit Wasserdruck gegen das Korbgitter pressen. Oder Sie verwenden eine der Korbpressen von Impos: die Impos Obstpressen (3) (Korbinhalte bis zu 20 Liter) oder die Impos Schüsselpressen (4) (Korb­inhalte bis zu 70 Liter). Beide sind mit einem einfachen mechanischen Druckwerk ausgestattet. Für einen klareren Saft können Sie den Korb mit einem durchlässigen Filtersack für die Obstpresse, oder Filtertüchern (2 Stück) für Schüsselpressen auslegen.
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