Obstsaft machen: So geht‘s

Nach der nächsten Ernte das Obst pressen und den Saft im Saftfass mit Edelstahl Kugelhahn lagern - schon haben Sie täglich Ihren eigenen Obstsaft.

ÄpfelÄpfelÄpfel[1330355364174580.jpg]
© RWA
Ein Edelstahl-Saftfass mit Kugelhahn ist die ideale und sichere Lösung, um Obstsäfte monatelang zu lagern. Sie können sich täglich Ihren Bedarf aus dem Saftfass abzapfen, ohne dass die Säfte zu gären beginnen oder bitter werden. Der gelagerter Saft ist gesund und für die ganze Familie eine wohlschmeckende Erfrischung.

Vorbereitung: Saftfass keimfrei reinigen

Das Saftfass sollte immer vor dem Befüllen, außen und innen, keim- und bakterienfrei gereinigt werden! So bleibt Ihr Saft schmackhaft und vor allem länger haltbar.

Wichtig: Die Sauberkeit des Obstes

Reinigen Sie die Früchte vor der Verarbeitung mit Trinkwasser! In die Obstpresse sollten weder Blätter, noch Gras oder Erde gelangen. Auch kleine Äste, Stiele und Kerne von Steinobst sollten Sie entfernen. Entstielen Sie daher die Früchte und verhindern Sie so einen bitteren bis krautigen Geschmack im Saft. Entsteinen Sie Steinobst, denn der Saft im Kern schmeckt bitter und enthält zudem Blausäure. Sortieren Sie auch angefaulte und schimmlige Früchte aus. Diese können zu einer erhöhten Mikroorganismen-Konzentration und einem schnellen Verderb des fertigen Produktes führen. Wer eine hohe und qualitativ (Aroma, Farbe) gute Saftausbeute will, sollte frisches, sauberes und gesundes Obst verwenden.

Anleitung für heißsterilen Süßmost (unvergoren)

[1315383186.jpg][1315383186.jpg]
© RWA
1. Um die Trübstoffe vom Saft zu trennen, den frisch gepressten Saft durch ein Sieb einfüllen oder nach dem Pressen 3–4 Stunden in einem anderen Behälter absetzen lassen.
2. Den Saft sofort mit einem großen Flächen-Tauchsieder gleichmäßig auf 85–90° C erhitzen. Die in jedem Saft vorhandenen Hefezellen werden dadurch inaktiviert.
3. Wichtig: Während der Erwärmung den Saft einige Male umrühren und nach einiger Zeit einen Eimer von unten entnehmen und oben wieder zugießen. So stellen Sie sicher, dass im ganzen Fass 85–90° C erreicht werden. Die Haltbarkeit des Saftes ist so besser gewährleistet.
4. Der sich auf der Oberfläche des Saftes bildende Schaum, muss abgeschöpft werden.
5. Erst dann den Schwimmdeckel vom Saftfass direkt auf den Saft legen. Das Fass braucht nicht voll zu sein, denn das ist das Einzigartige am Saftfass: Der Ölschwimmdeckel schwimmt immer oben auf dem Saft – auch später bei der täglichen Entnahme über den Kugelhahn sinkt dieser anstandslos nach unten.
6. Nun den Rand um den Schwimmdeckel herum mit Vaselin-Öl abdichten. Das Vaselin-Öl ist lebensmittel­echt, vermischt sich nicht mit dem Saft und hält den Luftsauerstoff fern.
7. Ist der Saft abgekühlt, können sie den Stülpdeckel auf das Saftfass auflegen.

Wichtige Hinweise für die Safterzeugung

  • Oxidation: In besonders feuchten Kellerräumen kann unter dem Stülpdeckel eine muffige Atmosphäre entstehen. Deshalb wurde am Deckel eine Belüftung vorgesehen, um unerwünschte Oxidation zu vermeiden.
  • Vaselin-Ölmengen: Bei einer Fassgröße von 65 l benötigen Sie ca. 0,5 l Vaselinöl, bei 110 l ca. 0,7 l und bei 170 l ca. 1 l.
  • Lagerung: Das Fass nach Auflegen des Ölschwimmdeckels nicht mehr bewegen oder transportieren. Das Fass darf nicht in der Nähe eines Gärbehälters abgestellt werden, da sonst Gärzellen übertragen werden können. Während des Gebrauchs den Zapfhahn sauber halten.
Bei Fragen zum Thema Obstverarbeitung beraten Sie gerne unsere Mitarbeiter in den Wein & Obstbau Centern und Shops.