Bestandesverbesserung durch ÖAG-Nachsaatmischungen

Bewirtschaftungsfehler, Vegetation und Schädlinge können Bestandeslücken und Verunkrautungen verursachen.

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© RWA

Bewirtschaftungsfehler wie mangelnde Grünlandpflege, zu tief eingestellte Mäh-, Werbe- und Erntegeräte, Überdüngung, Befahren mit zu schweren Geräten oder Beweidung von Flächen bei ungünstigen Bodenbedingungen verursachen Bestandeslücken. Auch Trockenheit, Frost und Pflanzenkrankheiten sowie die Wühl- und Grabtätigkeit von Wühlmäusen, Maulwürfen und Feldmäusen können zu Schäden in der Grasnarbe und zum Ausfall wertvoller Bestandesbildner führen. Solche Fehlstellen sind häufig Ausgangspunkt für massive Verunkrautung mit Ampfer, Gemeiner Rispe oder anderen unerwünschten Arten.

Grünlandnachsaat mit 3 Zielsetzungen

Moderne Technik in Kombination mit spezialisierten Mischungen lassen die Grünlandnachsaat boomen, wobei 3 Zielsetzungen verfolgt werden:

  • Qualität und Ertrag: mehr Inhaltsstoffe (Energie und Eiweiß, Mineralstoffe) und Mengenertrag durch Etablierung von hochwertigen und standortangepassten Futtergräsern und Leguminosen.
  • Nachhaltigkeit: mehrjährige Nachsaatintervalle durch Sorten mit nachgewiesen guter Ausdauer, Winterfestigkeit, Schnittverträglichkeit und Unkrautunterdrückung.
  • Narbendichte: zur Reduktion von Verunkrautung und Futterverschmutzung sowie für bessere Trag- und Widerstandsfähigkeit gegenüber Weidetieren und Maschinen.

Verschiedene Nachsaatmischungen

NA ist eine langerprobte, artenreich zusammengesetzte Nachsaatmischung für eher extensiver genutztes 3-Schnittgrünland in allen Lagen.

 

Die ÖAG-Nachsaatmischung NI ist geeignet für intensiv genutzte Dauerwiesen, Dauerweiden und zur Verbesserung des Pflanzenbestandes von Grünland, das überwiegend 4 Mal gemäht wird. Geeignet auch zur Regenerierung von Intensivfeldfutter, Kleegras und Wechselwiesen, die in eine mehrjährige Grünlandnutzung übergeführt werden sollen. Sehr gut geeignet für die Rückführung von Wirtschaftsgrünland zu besseren Qualitäten und Erträgen mittels periodischer, jährlicher Nachsaat (5 kg/ha).

 

NATRO ist geeignet für lückige Dauerwiesen in trockenen Lagen bis zu drei Schnitten. Enthält Knaulgras zur Stärkung des Obergrasanteiles und Luzerne, um bei Sommertrockenheit und auf leichten Böden Mengenertrag und Eiweißgehalt sicherzustellen.

 

Für lückige Dauerweiden in trockenen Lagen empfiehlt sich die Mischung NAWEI. Für Grünland in Regionen mit Neigung zu Sommertrockenheit bzw. für leichte Böden.

 

NIK ist eine Nachsaatmischung mit Knaulgras für intensiv (4- und mehrmähdig) genutzte Dauerwiesen, Dauerweiden und Feldfutterbeständen in Gunstlagen. Sie ist die ideale Nachsaatmischung, um intensiv geführtes Grünland mit überwiegend 5 Schnitten wieder auf das gewünschte Leistungsniveau bei Ertrag, Energie und Eiweißgehalt zu bringen. NIK wird eingesetzt nach Sanierungsmaßnahmen gegen die Gemeine Rispe mit mindestens 25 kg/ha und zur periodischen Nachsaat mit 8 - 10 kg/ha. Die Umstellung des Grünlandes auf Kurzrasenweide oder andere intensive Weidesysteme soll begleitet werden durch die wiederholte Nachsaat von Wiesenrispe und Englischem Raygras über einen mehrjährigen Zeitraum. In der dafür passenden Nachsaatmischung KWEI kommen Sorten zum Einsatz, die sich in der Kurzrasenweide besonders bewährt haben.

 

Die Nachsaatmischungen NA, NI, NIK und KWEI werden jeweils auch als „Mischung ohne Klee“ angeboten, für Grünlandflächen mit noch ausreichend gutem Kleebesatz.

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Autor:
Dr. Bernhard Krautzer, Univ. Doz. Dr. Karl Buchgraber, Univ. Doz. Dr. Erich M. Pötsch