Österreichische Inflationsrate fiel im März 2016 auf 0,7%

Nahrungsmittel verteuerten sich insgesamt um 0,6%.

Wien, 14. April 2016 (aiz.info). - Die heimische Inflationsrate lag im März 2016 laut Berechnungen der Statistik Austria bei +0,7% (Februar +1%) und wies damit den niedrigsten Wert seit November 2015 auf. Ausschlaggebend für den Rückgang waren in erster Linie die Treibstoffe, deren Preise im Jahresvergleich stärker als im Februar sanken, aber auch eine deutlich geringere Preisdynamik bei der Ausgabengruppe "Hausrat und laufende Instandhaltung des Hauses". Weiterhin dominierend für die allgemeine Teuerung waren auch die Bewirtungsdienstleistungen.

Hauptpreistreiber im Jahresabstand war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (durchschnittlich +3,3%), in der sich vor allem teurere Bewirtungsdienstleistungen (+3,4%) auswirkten, während für Beherbergungen um 2,1% mehr gezahlt wurde. Die Kategorie "Freizeit und Kultur" wies im Jahresvergleich durchschnittliche Teuerungen von 2,1% auf. Ausschlaggebend war hier die Preisentwicklung bei Pauschalreisen (+5,5%) sowie bei Freizeit- und Kulturdienstleistungen (+2,3%). Zu den mittleren Preisanstiegen von 1,8% in der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" trugen vor allem Verteuerungen bei Versicherungen (+2,1%) bei.

Preise für Milch, Käse und Eier sanken im Schnitt um -1,6%

Die Preise in der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" legten durchschnittlich um 0,7% zu. Dabei verteuerten sich Nahrungsmittel allein im Mittel um 0,6% (Obst +5,9%, Fleisch +0,9%, Brot und Getreideerzeugnisse +0,8%, Gemüse +1,4%, jedoch Milch, Käse und Eier insgesamt -1,6%). Alkoholfreie Getränke kosteten um 1,1% mehr.

Eine geringe Teuerung (+0,3%) wies die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" auf. Höhere Mieten (+2,7%) sowie die um 0,7% teurere Instandhaltung von Wohnungen glichen die durchschnittlich um 3,7% gesunkenen Ausgaben für Haushaltsenergie aus. Nach wie vor beeinflussten die massiven Reduktionen bei Heizöl (-25,1%) die Preisentwicklung der gesamten Haushaltsenergie (Gas -0,9%, Fernwärme -0,6%, feste Brennstoffe +0,5%, Strom +0,8%).

Die Teuerung der Ausgabengruppe "Verkehr" ging durchschnittlich um 3,8% zurück. Verantwortlich dafür waren insbesondere die Treibstoffpreise, die erneut als Hauptpreisdämpfer wirkten: Die Verbilligung im März (-15,4%) fiel im Jahresabstand größer aus als im Februar (-13,4%). Die Kosten für Reparaturen privater Verkehrsmittel erhöhten sich um 2,7%.

Täglicher Einkauf um 1,3% teurer

Das Preisniveau des so genannten Mikrowarenkorbes, der vorwiegend Nahrungsmittel enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, erhöhte sich im Jahresabstand um 1,3%. Für einen Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, verringerte sich der Preis im Jahresabstand um 2,2%.

Die harmonisierte, auf europäischer Ebene vergleichbare österreichische Inflationsrate betrug im März +0,6%. In den Ländern des Euroraumes lag dieser Wert im Schnitt exakt bei 0%, im Vormonat Februar war er noch negativ (-0,2%). Die Inflationsrate in der gesamten EU betrug im März ebenfalls 0%, gegenüber -0,1% im Februar.