Österreichische Milchquoten bereits um mehr als 160.000 t überliefert

Zusatzabgabe machte Ende Februar 44,5 Mio. Euro aus.

Wien, 19. März 2015 (aiz.info). - Obwohl sich die österreichischen Milchbauern seit Jahresanfang 2015 mit ihren Molkereianlieferungen spürbar eingebremst haben, nimmt die Überlieferung der nationalen Milchquote weiter zu. Wie aus dem jüngsten "Milchbarometer" der Agrarmarkt Austria hervorgeht, wurde die nationale Referenzmenge von Beginn des aktuellen Quotenjahres im April 2014 bis Ende Februar 2015 um 160.016 t überschritten, woraus bereits eine Zusatzabgabe von rund 44,5 Mio. Euro resultiert. Im März, dem letzten Monat des laufenden Quotenjahres, dürfte die Überlieferung noch etwas steigen.

Wie berichtet, verfügen die österreichischen Bauern im Milchjahr 2014/15 über eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,911.287 t. Von Anfang April 2014 bis Ende Februar 2015 wurden 2,769.575 t Rohmilch an die Molkereien und Käsereien geliefert.

Aufgrund des gegenüber dem vorgegebenen Referenzwert höheren Fettgehalts der übernommenen Milch wird zu dieser Menge ein Zuschlag von 36.261 t verrechnet, woraus sich eine fettkorrigierte Anlieferung von 2,805.836 t ergibt. Nachdem für diesen Zeitraum aber nur eine anteilige Quote von 2,645.820 t zur Verfügung steht, resultiert daraus eine saldierte Überlieferung von 160.016 t oder 6%, wofür eine Superabgabe von 44,5 Mio. Euro zu entrichten ist. Dieser Wert dürfte trotz der jüngsten Bremsmanöver bis Ende des Quotenjahres (31. März) noch weiter ansteigen. Zum Vergleich: Im Milchjahr 2013/14 wurde in Österreich die A-Quote um 3,2% oder rund 92.000 t übertroffen, daher musste eine Zusatzabgabe in der Höhe von 25,6 Mio. Euro entrichtet werden.