Österreichische Milchwirtschaft unterstützt Gentechnikfreiheit seit 2005

Petschar: "Ohne GVO" ist wichtige Säule der heimischen Qualitätsstrategie.

Wien, 2. Mai 2017 (aiz.info). - "Die österreichische Milchwirtschaft gratuliert der ARGE Gentechnikfreiheit zu ihrer 20-jährigen Erfolgsgeschichte", erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Helmut Petschar, anlässlich des 20jährigen Bestehens der ARGE Gentechnikfreiheit, an der sich die heimische Milchwirtschaft seit Anbeginn beteiligt hat. "Die heimische Milchwirtschaft ist Vorreiter und Pionier der Gentechnikfreiheit in Österreich, hat diese gegen größte Widerstände und trotz Mehrkosten umgesetzt. Während man zunächst teilweise belächelt wurde, stellt die GVO-Freiheit mittlerweile eine wichtige Säule der international viel beachteten österreichischen Qualitätsstrategie der Milchwirtschaft dar und wird heute von Mitbewerbern im Ausland mit 20 Jahre Verspätung kopiert."

Bereits seit 2005 haben heimische Molkereien auf GVO verzichtet, fünf Jahre später war dieser Standard von der gesamten Milchbranche übernommen worden. Damit hat diese die Vorreiterrolle in Qualitätsfragen übernommen, die mittlerweile international als Gütetrend akzeptiert ist. Die Gentechnikfreiheit ist eines der Merkmale, die österreichische Milch zu etwas Besonderem macht, einer der Qualitätsbausteine, die von den Milchbauern und Molkereien tagtäglich erbracht werden, um den Konsumenten Produkte höchster Güte anbieten zu können. "Mit dem gänzlichen Verzicht auf den Einsatz von Soja aus Übersee und den neuen strengeren Tierschutzstandards wird unsere Qualitätsstrategie weiter ausgebaut. Eine klarere Kennzeichnung für Produktionsbedingungen und Herkunft sollte den Verbrauchern eine bessere Orientierung geben", ergänzte Petschar.

"Klar ist, dass diese hohen Qualitätsanstrengungen auch höhere Aufwendungen bei der Fütterung, den Kontrollen wie auch beim Verzicht auf letzte Leistungssteigerungen und damit Mehrkosten bedeuten, die abgegolten werden müssen, damit dieser nachhaltige Weg gesichert werden kann. Der österreichische Handel sowie die Konsumenten sind wichtige Partner in diesem Prozess. Sie haben mit dem Kauf heimischer Produkte und der Unterstützung dieser Strategie die Chance, auch für die Zukunft diese höchste heimische Lebensmittelqualität zu erhalten", schloss Petschar.