Österreichische Weinernte wird heuer auf 2,53 Mio. hl steigen

Weltweit wird eine Zunahme auf 275,7 Mio. hl erwartet.

Wien, 29. Oktober 2015 (aiz.info). - Nach dem schwierigen Weinjahr 2014 wird in Österreich heuer mit einer Erntemenge von 2,53 Mio. hl gerechnet. Das entspricht gegenüber der geringen Vorjahreslese einem Plus von knapp 27%, im Vergleich mit dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2014 ergibt sich ein Anstieg um 14%. Dies geht aus der jüngsten Ernteschätzung der Statistik Austria hervor.

Der Erhebung zufolge werden in Niederösterreich voraussichtlich rund 1,5 Mio. hl (+19%) geerntet, im Burgenland 759.200 hl (+48%), in der Steiermark etwa 248.300 hl (+25%) und in Wien knapp 24.000 hl (+25%). In allen genannten Bundesländern werden somit deutliche Zuwächse gegenüber der sehr kleinen Vorjahresmenge erwartet. Im Vergleich mit dem Schnitt der letzten fünf Jahre, von denen auch einige mengenmäßig schwach ausfielen, sind die Steigerungen aber erwartungsgemäß wesentlich geringer - sie liegen zwischen 10 und 24%. Von der heimischen Gesamtmenge entfallen heuer 1,64 Mio. hl auf Weißwein und 888.800 hl auf Rot- und Roséwein.

Italien erneut größter Weinproduzent

Die globale Weinernte wird im Jahr 2015 um 2% auf 275,7 Mio. hl zulegen, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) gestern mitteilte. Italien wird demnach mit 48,9 Mio. hl (+10%) erneut der größte Produzent weltweit sein, gefolgt von Frankreich mit 47,4 Mio. hl (+1%). Spanien meldet einen Rückgang um 4% auf 36,6 Mio. hl und kehrt damit zu einer durchschnittlichen Produktion zurück. Dem gegenüber wird in den USA heuer mit 22,1 Mio. hl (+1%) eine Rekordernte verzeichnet. In Südamerika ist die Erzeugung in Argentinien um 12% auf 13,4 Mio. hl gesunken, wogegen Chile eine Steigerung um 23% auf 12,9 Mio. hl meldet. Australien (12 Mio. hl) und Neuseeland (2,4 Mio. hl) erwarten heuer eine durchschnittliche Lese. Deutschland rangiert bei der globalen Weinproduktion laut OIV an zehnter Stelle und verzeichnet eine leichte Verringerung um 4% auf 8,8 Mio. hl.

Die Weinernte 2015 werde international zu einem Marktgleichgewicht führen, es könne sowohl der Bedarf der Konsumenten als auch jener der verarbeitenden Industrie (Brandy, Wermut usw.) gedeckt werden, stellt die OIV fest.