Österreichischer Erzeugermilchpreis hat im August leicht zugelegt

Im Schnitt wurden 29,92 Cent netto ausgezahlt.

Wien, 28. September 2016 (aiz.info). - Nach einer längeren Talfahrt hatte sich der heimische Erzeugermilchpreis im Juli 2016 endlich stabilisiert. Im August konnte er geringfügig zulegen, teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit. Konkret zahlten die heimischen Molkereien und Käsereien ihren Lieferanten für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß einen durchschnittlichen Erzeugerpreis von 29,92 Cent netto beziehungsweise 33,81 Cent brutto/kg. Das waren um 0,08 Cent netto mehr als im Vormonat Juli. Gegenüber dem Vorjahresniveau ergab sich aber immer noch ein Minus von 2,9 Cent oder 9%.

Der für August 2016 von der AMA ermittelte Erzeugerpreis von 29,92 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) wurden im Bundesschnitt 27,37 Cent ausbezahlt und damit etwas mehr als im Vormonat (+0,15 Cent). Für Biomilch erhielten die Bauern im Schnitt 40,12 Cent netto/kg und somit um 0,07 Cent weniger als im Juli.

Im September 2016 dürfte der Erzeugermilchpreis wieder ein wenig nach oben geklettert sein. Die AMA schätzt den durchschnittlichen Auszahlungspreis auf 29,90 Cent/kg (auf Basis der natürlichen Inhaltsstoffe). Die Milchpreisschätzung der AMA erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Milchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Milchinhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung rückläufig

Im August 2016 wurden laut AMA-Berechnungen in Österreich 245.089 t Milch angeliefert, im Vormonat Juli waren es 254.618 t. Somit folgte die Milchanlieferung dem saisonalen Verlauf, gleichzeitig lag sie um 3,6% unter dem Vorjahresniveau. Von Jänner bis August 2016 wurden in Summe um knapp 2% mehr Milch an heimische Verarbeiter geliefert als im Vorjahreszeitraum. Zu beachten ist allerdings, dass in den genannten AMA-Zahlen jene österreichischen Milchmengen, die von Landwirten an Molkereien in andere Mitgliedstaaten geliefert werden, seit Jänner 2016 nicht mehr enthalten sind und daher der Vergleich zum Vorjahr nur bedingt möglich ist. Rechnet man diese Mengen dazu, dann dürfte jedenfalls im Juli 2016 die Anlieferung noch knapp über der Vorjahreslinie gelegen sein, in den Monaten davor war sie deutlich höher.