Österreichischer Erzeugermilchpreis sank im Dezember im Schnitt um 0,7 Cent

Im Gesamtjahr 2014 zahlten die heimischen Molkereien im Mittel 39,55 Cent netto.

Wien, 28. Jänner 2015 (aiz.info). - Der Rückgang des österreichischen Erzeugermilchpreises hat sich erwartungsgemäß auch im Dezember 2014 fortgesetzt. Wie aus der jüngsten Preisstatistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervorgeht, zahlten die heimischen Molkereien ihren bäuerlichen Lieferanten im Bundesschnitt 36,19 Cent netto je kg beziehungsweise 40,53 Cent brutto (ab Hof, bezogen auf 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß). Das bedeutet gegenüber dem Vormonat November einen Rückgang um 0,7 Cent netto und im Vergleich mit Dezember 2013 ein Minus von 5,8 Cent.

Der von der AMA für den Monat Dezember 2014 ermittelte Erzeugerpreis von 36,19 Cent netto je kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) wurden im Bundesmittel 35,01 Cent ausbezahlt, für Biomilch erhielten die Lieferanten im Schnitt 43,01 Cent netto je kg.

Im Gesamtjahr 2014 ergab sich laut AMA im österreichischen Bundesschnitt ein Erzeugermilchpreis von 39,55 Cent netto beziehungsweise 44,30 Cent brutto. Dieser Wert basiert auf dem Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) wurden im Mittel 38,46 Cent ausbezahlt, während für Biomilch im Schnitt 45,97 Cent netto je kg erlöst wurden.

Geringster Wert im Dezember erreicht

Im Jänner 2014 erhielten die heimischen Milchlieferanten im Schnitt noch 42,35 Cent netto, bis März blieben die Auszahlungspreise relativ stabil. Im April setzte dann ein - auch saisonal bedingter - Rückgang ein, der bis Juni (38,90 Cent) anhielt. Dieses Niveau konnte bis September mit 39,02 Cent halbwegs gehalten werden, ab dann erfolgte bis Dezember eine kontinuierliche Verringerung auf 36,19 Cent. Die Hauptursachen für die negative Preisentwicklung waren bekanntlich die erhöhte Anlieferung in ganz Europa und die Folgen des Russland-Embargos. Auch die Weltmarktnotierungen (Butter, Mager- und Vollmilchpulver) gerieten in der zweiten Jahreshälfte 2014 verstärkt unter Druck.