Österreichischer Erzeugermilchpreis setzte Anstieg im Februar fort

Milchanlieferung vorerst noch unter dem Vorjahresniveau.

Wien, 3. April 2017 (aiz.info). - Der positive Trend beim Erzeugermilchpreis hat sich in Österreich im Februar 2017 fortgesetzt. Für Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß wurden im Bundesschnitt 34,50 Cent/kg netto beziehungsweise 38,99 Cent brutto ausgezahlt. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das ein Plus von 0,6 Cent/kg netto. Gegenüber dem Vorjahresniveau ergab sich ein Plus von 1,6 Cent, dies geht aus der jüngsten Preisstatistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor. Für März 2017 erwartet die AMA in ihrer Vorschätzung einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von rund 34,90 Cent/kg (auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe).

Der für Februar 2017 von der AMA ermittelte Erzeugerpreis von 34,50 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) zahlten die heimischen Molkereien und Käsereien ihren Lieferanten im Schnitt 31,90 Cent netto und damit um knapp 0,6 Cent mehr als im Vormonat. Für Biomilch erhielten die Bauern im Mittel 44,47 Cent netto/kg (+0,7 Cent).

Im Februar 2017 wurden laut AMA in Österreich 248.058 t Milch angeliefert. Inklusive der Milchmengen, die an ausländische Molkereien gingen, waren das rund 256.000 t. Dies bedeutet im Vergleich zur Vorjahresmenge einen Rückgang von knapp 2%. Dazu dürften insbesondere auch die von der EU geförderten Maßnahmen zur Milchmengenreduktion beigetragen haben (inklusive der "außergewöhnlichen Anpassungsbeihilfe"). Diese Maßnahmen sind aber im März 2017 ausgelaufen. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird nach Ansicht der Experten sein, wie sich die Anlieferung ab April verhalten wird - in Österreich und auch international.